Wer findet den Rest vom Schweinswal?

IMG_0141Blubberstreifen vom Schweinswal

Heute wurde am Strand von Rantum Nord ein Blubber/Muskelstreifen vom Schweinswal angespült, der offenbar frisch rausgerissen war. Wer den Restkadaver sichtet, bitte gern bei mir melden (info@syltopia.de,04651201088) und sicherstellen. Das könnte bei der Ursachenforschung hilfreich sein. Es müsste ein ca 50 cm langes rechteckiges Stück Fleisch an der Seite fehlen.

Möglicherweise ist das Stück herausgebissen worden. Erster Verdacht fällt auf Schoko die Kegelrobbe- aber es fehlen die Beweise.IMG_0138
Vielen Dank!
Lothar Koch

Gemeinde Sylt beschließt Leitbild Verkehr

 

Wer breit Auto fährt sollte zusätzlich zur Kasse gebeten werden !

Wer breit Auto fährt sollte zusätzlich zur Kasse gebeten werden ! 

Am 20.10.2016 wurde auf der Ratssitzung der Gemeinde Sylt ein Leitbild zum Mobilitäts- und Verkehrskonzept einstimmig verabschiedet.

Das Leitbild wurde  auf der Grundlage eines im Jahre 2014 vorgelegten Verkehrsgutachtens für die Insel vorgelegt.
Über folgende Formulierung sollten die Ratsmitglieder den Finger heben

Radspuren auf Verkehrsstrassen könnten helfen, Autos zurückzudrängen und Radler zu fördern.

Radspuren auf Verkehrsstrassen könnten helfen, Autos zurückzudrängen und Radler zu fördern.

- Die Wege, die mit dem Umweltverbund (Zufußgehen, Radfahren und Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV)) von Bewohnern, Touristen und Tagesbesuchern durchgeführt werden, sollen deutlich gesteigert werden. Durch die gezielte Stärkung des Umweltverbundes wird die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV-Anteiles) angestrebt.

Anmerk. d. Redaktion: Das heisst übersetzt, die Gemeinde verpflichtet sich selbst, attraktive Maßnahmen und Anreize zu schaffen, die Menschen auf der Insel motivieren, ihr Auto stehen zu lassen (am besten gleich zu Hause am Festland).

- Der Radverkehr soll einen deutlichen Qualitätssprung erfahren und sollte als ganzheitliche Systemplanung weiter entwickelt werden.

Anmerk. d. Redaktion: Dabei geht es nicht nur um geeignete, durchgängige und sichere Fahrradwege, sondern auch um Angebote für den Gast, wie zum Beispiel ein Fahrradverleihsystem “Sylt-Bike”, bei dem online gebucht werden kann und das Fahrrad an zahlreichen Stellen der Insel wieder abgegeben werden kann, sodaß man nicht wieder zum Verleih zurückkehren muss. (Die Ferienregion Usedom hat das bereits realisiert).

- Durch geeignete Maßnahmen soll ein störungsfreier und gesicherter Betriebsablauf im ÖPNV sichergestellt werden. Das heutige Angebot des ÖPNV sollte erhalten bleiben und nach Möglichkeit qualitativ verbessert werden.

- Die Nahbereichsmobilität soll gefördert werden. Flächen für Fußgänger sind zu schützen, weiter barrierefrei auszubauen und zu vernetzen.

- Die Verbesserung der regionalen und überregionalen Erreichbarkeit der Insel wird angestrebt durch:

- Verkürzung der Reisezeit im Bahnverkehr zwischen Hamburg und Westerland

- Durchgehende 2-Gleisigkeit der Bahnstrecke zwischen Niebüll und Westerland

- Elektrifizierung der Marschbahn mit Durchbindung von ICE-Zügen nach Westerland

In dem Verkehrskonzept Sylt haben die Gutachter der Gemeinde  sechs Handlungsfelder empfohlen, die teils nacheinander, teils parallel zueinander abgearbeitet werden sollten:

- ÖPNV
- Radverkehr
- Multimodalität / Mobilitätsmanagement / Mobilitätsberatung
- Motorisierter Individualverkehr (MIV) /Verkehrsmanagement / Ruhender Verkehr
- An- und Abreise
- Fußverkehr / Nahbereichsmobilität

Die Lenkungsgruppe “Verkehr”  empfiehlt den Verbesserungsschwerpunkt auf die Handlungsfelder ÖPNV, Radverkehr und Multimodalität (Sylt-MobilCard) zu legen und hierzu entsprechende Detailkonzepte zu erarbeiten.

Deshalb stimmten die Ratsmitglieder in der selben Sitzung auch gleich über die Erarbeitung eines Radverkehrskonzeptes ab. Es soll jetzt vom Amt der  Gemeinde Sylt intern erarbeitet werden und baldmöglichst zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Wie, wann und von wem die anderen wichtigen Detailkonzepte des Verkehrsgutachtens abgearbeitet werden, bleibt zunächst unklar.

Fremdenverkehr geht auch ganz ohne KFZ: die Insel Juist ist autofrei (Hier Fährankunft am Hafen)

Fremdenverkehr geht auch ganz ohne KFZ: die Insel Juist ist autofrei (Hier Fährankunft am Hafen). Man sieht Rollcontainer für Koffer, Fahrräder, Handkarren, Pferdefuhrwerke und Pferdebusse.

Lothar Koch

Auf der Sylter Piste- eine Radfahrerin berichtet…

Das Thema Verkehr ist in den vergangenen Wochen durch zahlreiche Baustellen auf der Insel weiter hochgekocht. Das ist gut, denn Leidensdruck ist der erste Anstoß zur Veränderung. Hier schreibt uns  Maren Börnke, eine Urlauberin, die Ihre Ferienzeit auf dem Campingplatz Rantum verbrachte einen kleinen Situationsbericht aus der Radlerperspektive.

Sylt- moderne Fahrradinsel oder rostiges Radierimage?

Sylt- moderne Fahrradinsel oder rostiges Radlerimage?

Sylt – das Fahrradparadies?
Es ist fast perfekt. Der traumhafte Strand in wenigen Minuten erreichbar auf einem wunderschönen Weg durch die Dünen, der Blick auf das Rantumbecken, ein tolles Campingplatzteam. Und: eine superlaute Straße zwischen Zelt und  Meer.
Camping à l`autoroute.
Gestern saß ich auf der Terrasse eines großartigen Cafés in Rantum – leckerer Kuchen, nette Menschen und hinter mir brausten die Autos, ohne Unterbrechung. Als Städterin empfinde ich Lärm im Urlaub als Stressor. Echt schade ich will mich doch erholen! Also schau ich mal wie es woanders ist auf dieser Insel – ein bisschen Bewegung tut ja gut, rauf aufs Rad und ab nach Westerland.
Ich verlasse den Campingplatz auf dem gleichen schmalen Weg wie die zahlreichen Fußgänger und andere Menschen auf dem Rad, die aus dem Campingplatz raus oder wieder rein wollen und sich an den Schranken für die zwei Spuren an den Autos vorbeidrängen.
Jetzt stehen wir alle an der Ampel. Die wird erfreulicherweise sehr schnell grün. Ein Auto kommt mit 120 angeschossen und kann leider nicht mehr halten – zum Glück hält die Mutter ihr Kind  reflexartig fest: das dachte es könnte losgehen bei Grün.
Nun bin ich unterwegs auf dem neu asphaltierten Radweg Richtung Westerland. Links die wunderbare Dünenlandschaft, ein angenehmer, leichter Wind, blauer Himmel, Sonnenschein. Es duftet nach Dünengras.
Ich fahre etwas langsamer als andere, weil mein Hund neben mir her läuft. Plötzlich zucke ich zusammen. Hinter mir ein lautes Klingeln. Ein E-Bike-Fahrer drängt sich laut schimpfend an mir vorbei zwischen die entgegen kommenden Radfahrer mit Anhänger und die beiden Fußgänger mit Kinderwagen und Hund. Zwei mit hoher Geschwindigkeit von vorn kommende E-Bike-Fahrer können gerade noch abbremsen. Alle sind erschrocken, Kinder weinen, Hunde bellen, Menschen halten die Luft an. Rattenkäfigphänomene – eine sehr typische Situation, die sich alle paar Meter wiederholt.
An uns vorbei rasen unaufhörlich die Autos, scheinen sich sogar Rennen zu liefern – die wenigen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 70 werden in der Regel ignoriert. Dazwischen noch lauter die Motorräder.
Ich überlebe ein paar Querstraßen (Zugang zu Strandparkplätzen) und fahre in die Kreuzung mit der Straße zum Westerland-Kurzentrum. Der deutlich rot angemalte Radweg, der die Straße quert hat sicherlich schon Leben gerettet. Die Autofahrer scheinen ihn – wenn auch in letzter Sekunde – wahrzunehmen. Die meisten halten.
Kurz danach ein Schild mit grünem Fahrrad und Pfeil nach rechts. Ich sehe mich um und frage mich, was mir das sagen soll. Rechts geht eine nicht gerade schmale Straße ab – ohne Radweg. Soll es da für Radfahrer weitergehen? Aber wohin? Nirgendwo ein Schild. Westerland scheint mir eher geradeaus zu liegen und ich folge weiter dem Radweg auf dem ich bin. Plötzlich höre ich die Vögel, es wird deutlich ruhiger neben mir – und ich sehe wenig später auch warum: die Straße ist gesperrt. Baustelle. Aha. Und jetzt? Irgendwie geht es weiter. Die Menschen die dort arbeiten sind freundlich und zeigen mir, wo ich durch kann.
Irgendwann kann ich rechts abfahren und atme auf. Zufällig treffe ich auf einen Weg, der scheinbar für Fußgänger und Radfahrer gemacht ist. Ich biege links ab und das Radfahren macht zum ersten Mal Spaß. Ich quere die ein oder andere Straße, bis es nicht mehr weiter geht. Auf einem Gehweg einer etwas größeren Straße komme ich zu stehen. Und jetzt? Rechts oder links? Ich entscheide mich warum auch immer für rechts und fahre auf dem Fußgängerweg (darf ich das?) – bis ich wie durch ein Wunder entdecke, dass links ein Fahrradweg abgeht. Freude!
Bald schon bin ich an der Autozug-Verladestation, und da sehe ich zum zweiten Mal ein Schild mit Pfeil und grünem Fahrrad. Ich fahre um die Kurve und befinde mich sofort in einem Riesenpulk von Menschen, die aus Bussen aussteigen. Ich bremse scharf und versuche, aus dieser Masse raus zu kommen und kann gerade noch eine Rauferei zwischen meinem Hund und einem anderen verhindern.
Was habe ich übersehen? Die Radstrecke führt doch nicht wirklich ungekennzeichnet über die Bussteige? Doch, offenbar tut sie das. Kurz danach, als ich an den Bussen vorbei bin, sehe ich zum ersten Mal grüne Fahrradschilder mit Ortsnamen und km-Angaben. Ich bin also richtig. Skurril für einen Urlaubsort, der sich als Fahrradinsel vermarkten will.
Ich gelange über die Busspur auf den Radweg entlang der Straße und warte mit gefühlt 1000 Fußgängern an der Ampel. Auf dem Radweg fahren ist wegen der Fußgänger unmöglich. Drüben angekommen, steht der Radweg mit weiteren Menschenmassen voll, die die nächste Straße überqueren wollen. Ich werde mit hinübergespült und stehe in der Fußgängerzone. Was nun? Viele sehr gemütlich schlendernde Menschen in Urlaubsstimmung. Will ich da jetzt durch? Mit Fahrrad und Hund? Wie um alles in der Welt komme ich Richtung Strandpromenade?
Zurück über die Straße geschoben, dieses Mal erreiche ich den Radweg Richtung Norden. Ich fahre im Schrittempo vorsichtig um die Fußgänger auf dem Radweg herum und sehe links eine Querstraße. Meine Chance, Richtung Strand zu kommen!? Zweiter Versuch: auf die andere Straßenseite, weiterfahren, Ende. Es ist Markt. Wieder Menschenmassen.
Also wieder zurück, über die Straße, weiter auf dem Radweg nach Norden. Ich muss ja auch gar nicht nach Westerland. Wenningstedt soll eh schöner sein. Also weiter.
Ich lande schließlich in Wenningstedt mit der Erfahrung, dass das Radfahren auf der Straße gar nicht geht, auch wenn der Bürgersteig nicht für Fahrräder zugelassen ist: mit aggressivem Hupen wird man dazu aufgefordert, sich in Luft aufzulösen. Ziemlich gestresst sehne ich mich nach meiner Großstadt, wo es vernünftige Regeln für´s Radfahren gibt und brauche Erholung. Ich versacke zuerst mit meinem spannenden Buch in einem gemütlichen Café, dann in einem Restaurant am Kliff.
Als ich später aufbreche, ist es schon fast dunkel. Durch Zufall entdecke ich jetzt eine andere Fahrradroute: von Wenningstedt nach Westerland-Kurzentrum durch die Dünen. Ähnlich abenteuerlich zwischen langsamen und schnellen Radfahrern, Fußgängern, Kinderwagen und Hunden in beide Richtungen, aber – und das ist wunderbar – ohne Autolärm.
Ich gelange irgendwie durch Westerland hindurch und bin irgendwann wieder an der Quasi-Autobahn Richtung Rantum, es ist inzwischen völlig dunkel. Ich sehe einen großartigen Sternenhimmel und bin nahezu alleine auf dem Radweg. Ich sehe genug mit meiner Fahrradlampe, wenn auch der Mond so gerade mal eine Sichel ist. Bis das erste Auto mit Fernlicht an mir vorbeischießt mich fast blind blended und  mich beinahe im Straßengraben landen läßt. Den Rest der Strecke fahre ich mit dem Arm über den Augen, um das Schlimmste zu verhindern.
Wieder zuhause, verkriecht sich mein Hund sofort auf sein Kissen.
Was genau meinen die Leute wenn sie sagen, auf Sylt könne man gut Fahrrad fahren? Hier fände man Ruhe und Erholung? Nach dieser Fahrradtour auf Sylt bin ich urlaubsreif. Für Erholung und Genuss nächstes Mal vielleicht doch lieber Amrum.
Maren Börnke

 

Freude bei Naturschützern und Touristikern: Sylter Wal-Lehrpfad geht in die zweite Runde

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Lothar Koch erklärt Umweltminister Robert Habeck Defizite beim Walschutzgebiet vor Sylt    (Foto: Joschka Knuth, Grüne)

 

 

 

 

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) teilte mir in diesen Tagen schriftlich mit, daß er die verbesserte Präsentation von Inhalten zum Walschutzgebiet vor Sylt sehr begrüßt.
„Ich halte das Projekt für sehr gelungen, da es für Einheimische und Besucher gleichermaßen verständlich, anschaulich und ansprechend die Themen Wal- und Trauerentenschutz,
Nationalpark, Weltnaturerbe, Klimaschutz und Sandvorspülungen als Küstenschutzmaßnahme darstellt“, so Habeck in dem Schreiben.

Im Nachgang zu seiner Bereisung der Insel Sylt im August, wo ich den Minister und den Landtagsabgeordneten Andreas Tietze über die neuen “Walstelen” direkt am Gebiet informieren konnte,
hat seine Abteilung im LKN (Landesamt für Nationalpark und Küsten-und Meeresschutz) Mittel und Wege ausgelotet, wie weitere interaktive Infoelemente finanziert werden könnten.
Darum hatten verschiedenen Institutionen und Naturschützer der Insel gebeten, da die neuen Infostelen begeistert von Bürgern und Urlaubern angenommen werden, aber aus Kostengründen bislang nur zwölf Strandübergänge mit Informationen zum Walschutzgebiet bereedert werden konnten.

„Aus verwaltungstechnischen Gründen ist es jedoch nicht möglich weitere Gelder aus dem Topf “Ausgleichsmittel für Sandentnahmen vor Westerland” zu ziehen“, heißt es aus dem Ministerium.
Auf Drängen des Ministers und Sylter Naturschützer hat das LKN aber andere Wege gefunden, mindestens zehn weitere Standorte auf Sylt mit neuen Waltafeln aus Projektgeldern zu finanzieren.

Zu diesem Zweck wird erneut die bewährte Expertengruppe aus Erlebniszentrum Sylt (Matthias Strasser), Schutzstation Wattenmeer (als freier Biologe Lothar Koch), Nationalparkamt (Matthias Kundy)
und der Firma NaturErleben aus Kiel zusammenkommen und in den nächsten Monaten weitere, ganz individuell gestaltete Infostelen für das Sylter Walschutzgebiet produzieren.

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Lothar Koch

Auf Sylt läuft was… Verkehr(t)

"umweltfreundlicher" Autoverleih am Zentrum für NaturgewaltenAm 28.8. endet eine vierwöchige Aktion von Volvo auf Sylt. Unter dem Motto “Schwedenflotte Sylt” und dem Slogan “Rantum, Kampen,….glücklich für 0 Euro” hat der Autokonzern in der “Primetime” des Sylter-Werbesommers das Maximum an verkaufsfördernden Aktionen unter der Dachmarke “Sylt” herausgeholt.

Für vier Stunden täglich konnte in den verhangenen Wochen jeder der mochte mit den protzig fetten SUVs über die Insel heizen. Als Sahnehäubchen durfte Volvo auch noch ein bisschen “Greenwashing” betreiben, in dem der Konzern ein Hybridmodell am Erlebniszentrum Naturgewalten aufstellte und den Namenszug des Umweltzentrums auf die Autos druckte. Dabei zielt die Gesamtaktion des Autobauers in keinerlei Hinsicht auf klimafreundliches, sparsames Fahren ab, wie ein Blick auf deren Website beweist. Volvo ist nicht die einzige Firma, die diesen Sommer seine Fahrzeuge zum Ausprobieren auf die Insel karrte: Mercedes, VW, Mini, Bentley, Ferrari,…und natürlich die Harleyfahrer, die bereits zur Sylter Folklore gehören, wenn sie sich mit lautem Gedröhne auf der Promenade Westerland treffen.

Was hat Sylt eigentlich davon?

Die Insel stöhnt unter der allgemeinen Autolast- wie jedes Jahr. Wie jedes Jahr karrt die Deutsche Bahn mit ihrem Sylt Shuttle bis zu einer halben Million Fahrzeuge auf den kleinen Sandknust. Die mischen sich auf der knapp 40 km langen Landesstrasse zwischen Hörnum und List mit rund  70 000 Verladungen über die Syltfähre, 15 000 Autos der Einheimischen, sowie zahlreichen Bussen des Nah-und Fernverkehrs. Zusätzlich kommen noch all die unsicheren Urlaubsradler auf die Strasse, die neuerdings mit doppelter E-Bike-Geschindigkeit dem Gegenwind ein Schnäppchen schlagen wollen.
Diese Blechflut forderte bis heute immer breitere Straßen, asphaltierte Radwege und mehr Parkflächen in Orten und an Strandübergängen. Zusätzlich zur nahezu irreversiblen Zerstörung von Natur- und Landschaft durch den Strassen- und Parkplatzbau kommen die Belästigungen und Umweltbelastungen durch Lärm und Abgase, sowie die zunehmende Urbanisierung der Naturlandschaft durch große Verkehrsschilder, Ampeln, Parkleitsystemen etc.

Dieses Jahr ist es mit dem Verkehrschaos auf Sylt jedoch besonders schlimm. Dringend notwendige Sanierungsarbeiten die seit Sommerbeginn auf der Landesstrasse und im City-Bereich Westerland durchgeführt werden, verursachen zahlreiche Umleitungen. Die führen zu Doppel-und Dreifachbelastungen auf sonst ruhigeren und für solchen Verkehr ungeeigneten Nebenstrassen und langen Staus in Westerland und Tinnum.

Und wie reagieren Sylter Institutionen, Politiker und die Bahn darauf? Mit neuen Verkehrskonzepten, mit Förderung des ÖPNV, Carsharingmodellen, mit der Einführung umweltfreundlicher Technologien, mit der Reduzierung des Autotransportes über den Hindenburgdamm?
Weit gefehlt! Die Bahn hat beispielsweise für 2016 ihre Autozugtouren von 14 000 auf 20 000 aufgestockt, um einen unliebsamen, amerikanischen Konkurrenten auszubooten, der zu Jahresbeginn ankündigte, mit zusätzlichen 5000 Autozugfahrten ab Niebüll an den Start gehen zu gehen (bisher nicht passiert).

Der Landschaftszweckverband will “autonome  Autos” (ohne Fahrer) fördern, ohne im Vorwege auf ein insulares Gesamtkonzept für alternativen Verkehr der Zukunft zu drängen.

Ideen gibt es schon viele, aber keiner scheint sich zu trauen, Sylt zur Modellregion für innovativen, alternativen Urlaubs-Verkehr zu machen.

Beispiele: insularen ÖPNV kostenlos bereitstellen für Urlauber, die ohne Auto anreisen, günstiges, flexibles Kleinbussystem aufbauen, das Urlauber auf Anruf mit Ihrem Strandspielzeug vom Hotel ans Meer oder zum Bahnhof kutschiert. Bereitstellung von freien Handwagen an Bushaltestellen, sodass Koffer etc. einfach zur Pension geschoben werden können. Verbesserung der Busse hinsichtlich der kostenlosen Mitnahme von Fahrrädern, Surfbrettern etc., Elektroleihfahrzeuge  subventionieren, sodass sie preisgünstig geliehen werden können, Carsharing. Räder oder Autos über die Insel verteilt stehenlassenund dort per Smartphone erneut angemietet können. Mitfahrzentralen-System umsetzen für Privatautos- zum Beispiel auch durch Einsatz neuer Medien wie Smartphone Apps….Zero Emission-Tickets ab Hamburg anbieten und den Gast CO2-frei zur und auf der Insel befördern…

autoWenn der Wille da wäre, kämen sicher noch viel mehr gute Ideen zusammen. Aber beim Blick auf das Engagement der vergangenen Jahrzehnte in dieser Sache ist klar: Sylt wird wohl eine konventionelle Verkehrsinsel bleiben und sich in dieser Hinsicht von anderen Regionen abhängen lassen.

 

Lothar Koch

www.syltopia.de

 

 

 

Veröffentlicht unter Tiere

Wer springt denn da vom Muschelkutter?

 

Umweltminister Robert Habeck

Umweltminister Robert Habeck

 

Heute nachmittag am Hörnumer Hafen. Zwei riesige Muschelkutter der holländischen Flotte laufen ein. Einer hat den Chef an Bord: Adrian Leuschel. Herr über acht der begehrten Miesmuschellizenzen, die im Nationalpark vergeben werden. Lange gab es Streit um diese Fischereiart im Wattenmeer. Vor kurzem ist jedoch ein Kompromiss gelungen, dem nun alle Seiten zustimmen konnten: die Muschelfischer und die Naturschützer. Kurz gesagt: Die Muschelfischerei muss einige liebgewonnenen Wattareale komplett räumen, damit dort der ungestörte Ablauf der Naturvorgänge ablaufen kann, dafür darf sie in anderen Gebieten, wie dem Hörnum Tief ihre neuartige Muschelzucht in “Smartfarmen”, an aufgehängten Seilen intensivieren.

Vor wenigen Jahren wäre das heutige Bild noch nicht möglich gewesen: ein Grüner Umweltminister läßt sich von einem der großen Muschelkutter von Föhr nach Sylt schippern, ohne das protestierende Naturschützer ihn am Kai empfangen.

Heute Abend aber so geschehen, wie das Video beweist:Robert Habeck geht von Bord Umweltminister Robert Habeck springt mit einem gekonnten Sprung von Bord.

Dort wird er von mir und dem Landtagsabgeordneten Andreas Tietze bereits erwartet. Wir wollen mit dem Minister heute nicht über Fischerei reden, sondern über unser Sylter Projekt: Infostelen für das Walschutzgebiet. Dazu führen wir ihn an die tosende hörnumer Brandung und zeigen ihm eine der im Frühjahr aufgestellten interaktiven Waltafeln. Wir erläutern dem Minister unseren Plan zu den bestehenden zwölf Unikaten, mindestens weitere zwölf in 2017 hinzufügen zu wollen. Diesmal mit noch mehr Interaktivität. Um Deutschlands größtes Naturschutzgebiet wirklich allen Gästen bekannt machen zu können. Er ist begeistert. Allerdings hört er nun zum ersten Mal, daß der Geldfluß für das Projekt erstmal von Bedenkenträgern in Ämtern und Ministerien gestoppt wurde.

Nun hoffen wir, daß der Minister sich nach seinem Syltbesuch persönlich ganz aktiv für die Fortsetzung des wichtigen Projektes für die kleinen Wale einsetzt.

Der Besuch geht heute und morgen weiter: Gespräche in der Schutzstation Wattenmeer, Baggerfahren mit Sandvorspülern am Rantumer Strand und Besuch der wissenschaftlichen Projekte des AWI.

Lothar Koch

Hunde und Drohnen bleiben in Naturschutzgebieten an der Leine

Hunde müssen in Naturschutzgebieten generell angeleint bleiben und

freilaufende Hunde am Strand des NSG Hörnum Odde- bisher nur per Gebietsverordnung, nun  per Gesetz klar verboten.

freilaufende Hunde am Strand des NSG Hörnum Odde- bisher nur per Gebietsverordnung, nun per Gesetz klar verboten.

Drohnenflüge werden in NSGs nicht mehr genehmigt.

In der gestrigen Sitzung des Landschaftszwckverbandes erläuterte Franz Bramrink von der Kreis-Naturschutzbehörde diese und andere Klarstellungen, die eine Novellierung des Landesnatur-schutzgesetzes vom 27.Mai 2016 mit sich gebracht hat*.

“Wir haben kein neues Gesetz”, so Bramrink, “aber vieles ist klarer formuliert und vereinfacht Arbeitsabläufe für Behörden und Antragsteller.”

So gab es beispielsweise für die Anleinpflicht von Hunden zahlreiche “wenn, dann” Formulierungen in unterschiedlichsten Schutzgebietsverordnungen, die nun per Gesetz klargezogen und vereinheitlich wurden. In den vergangenen Jahren wurde die Kreisbehörde von Anträgen zur Genehmigung von Drohnenflügen buchstäblich überschüttet  und musste jeweils zahlreiche Bedingungen abwägen. Nun ist klare Kante: keine Drohnenflüge in Naturschutzgebieten. Das gilt ab sofort.

Wer die Situationen in den Sylter Gebieten kennt wird gespannt sein, wer die neuen Regelungen des Landesnaturschutzgesetzes wohl wie kontrollieren und umsetzen wird. So bedeutet das beispielsweise für das Naturschutzgebiet Hörnum Odde ein “Aus” für freilaufende Hunde am Strand und keine regelmässigen Luftbilder mehr von der Entwicklung der Odde.

Eine weitere Neuerung des Gesetzes ist die Einführung einer bisher nicht gekannten Biotopkategorie: “arten-und strukturreiches Dauergrünland”.

“Davon gibt es auf Sylt mehr, als im restlichen Kreisgebiet”, erläuterte Franz Bramrink. Was das Biotop genau auszeichnet können eigentlich nur Fachleute erkennen. Eine Kartierung für Sylt mit den entsprechenden zu schützenden Flächen (hauptsächlich in Sylt Ost) liegt dem Landschaftszweckverband vor.

Ein weiterer interessanter Punkt der Sitzung war die Frage, ob der Landschaftszweckverband ein Modellprojekt “autonomes Fahren” für Sylt begrüssen solle. Nach einer ausführlichen Diskussion stimmten die Mitglieder bei einer Enthaltung dafür.

Lothar Koch wies für die Sylter Grünen darauf hin, daß der Landschaftszweckverband endlich für ein umfassenderes Modellprojekt zu alternativen Verkehrsmitteln und für ein insulares Verkehrskonzept eintreten müsse, statt immer wieder neu über kleinteilige Initiativen in dieser Richtung zu diskutieren.

“Wir werden sicherlich bald große Probleme mit dem Aufkommen von ungeübten, schnellen E-Bikes auf unseren schmalen Radwegen bekommen”, so Koch. Ein umfassendes Verkehrskonzept, das mit Perspektive auf  2020 alle neuen technischen Entwicklungsmöglichkeiten einmal bewertet und im Zusammenspiel für die Insel zuschneidet, sowie die Nutzung bestehender Strassen überdenkt, wäre bitter nötig, sagte der Autor des Zukunftsromans “Syltopia”.

Eine Unterstützung von autonom fahrenden Bussen oder Bahnen würde für ihn nur dann Sinn machen, wenn das zu einer realen Reduktion des Individualverkehrs führen würde.

Lothar Koch

* eine Broschüre zum novellierten Gesetz ist bei den Behörden erhältlich. Interessant daran ist, daß dort auch das Zusammenwirken mit dem Bundesnaturschutzgesetz gut dargestellt wird.

Bald mehr „Augen“ zum Schutz von Strand und kleinen Walen!

 

Rettungsschwimmer als "Augen für Meeresschutz"

Rettungsschwimmer als “Augen für Meeresschutz”

Strandarbeiter und Rettungsschwimmer können jetzt auch “Augen für sylter Meeresschutz” sein. Naturschutzverbände schulen derzeit Mitarbeiter der Kurbetriebe.

Vieles, was am Weststrand in Sachen Natur- und Meeresschutz gemacht wird ist selbst den Strand-Mitarbeitern der Kurbetriebe nicht ganz klar. Weshalb werden ganz bestimmte Vogelarten registriert und Totfunde abgesammelt und andere nicht? Wann genau sollen Seehundjäger informiert werden? Und was hat es eigentlich genau mit dem Sylter Walschutzgebiet auf sich?

Die Idee, mehr Umwelt-Wissen und Zusammenhänge zwischen Strandpersonal und Naturschutzmitarbeitern zu vernetzen, kam im Arbeitskreis der Sylter  Naturschutzverbände auf und wurde umgehend umgesetzt. “Es fördert doch das Verständnis für unser Anliegen enorm, wenn Rettungsschwimmer, Strandkorbwärter und Kurkartenkontrolleure besser Bescheid wissen, was in ihrem Strandabschnitt an Meeres-und Strandschutzmaßnahmen wichtig sein könnte”, meint Margit Ludwig von der Naturschutzgemeinschaft Sylt.”

“Das macht wirklich Sinn”, so die Nationalpark-Rangerin Anne Schacht, “schließlich sitzen entlang des vierzig Kilometer langen Strandes ja über hundert Mitarbeiter der Kurbetriebe, die durchaus nebenbei ein “Umweltschutz-Auge” auf Strand und Meer haben könnten.”

Dennis Schaper von der Schutzstation Wattenmeer in Hörnum ergänzt: “Das erste europäische Walschutzgebiet, das sich über die Landes-Nordseegewässer vor Sylt und Amrum erstreckt ist immer noch wenig bekannt. Dabei sieht man gerade in diesen Tagen überall kleine Schweinswale mit ihren frischgeborenen Kälbern auftauchen. An den Stränden liegen verstärkt Seehundsheuler. Es wäre gut mit geschulten Helfern die Sichtungsdaten zu sammeln und Wale und Robben vor menschlichen Störungen aller Art zu schützen.”

„Die Strand-Mitarbeiter der Kurbetriebe könnten über das Schutzgebiet und seine Bewohner in Gesprächen mit interessierten Gästen fachkundig Auskunft geben, wenn Sie mehr darüber wüssten. Deshalb setzen wir gemeinsam mit den Kurbetrieben zwischen Hörnum und List in diesen Tagen eine Veranstaltungsreihe um, die der naturschutzfachlichen Schulung dient. Wir freuen uns sehr, daß wir bald mehr Augen für den Sylter Meeresschutz haben“, meint Walter Körnig, der Beauftragte des NABU in List.

Dabei soll es nicht nur um Meeressäuger gehen, sondern auch um verschiedene Projekte zum Thema Plastikmüll im Meer und die Kontrolle von Strandverschmutzungen. Die Verbände erhoffen sich von interessierten Kurbetriebsmitarbeitern schnelle Weiterleitung von Informationen, wenn besondere Sichtungen oder Funde von naturkundlicher oder umweltschutztechnischer Bedeutung gesichtet werden.

Die Kurbetriebe der Insel haben das Angebot der Naturschutzverbände sofort dankbar angenommen  und ihre Strand-Mitarbeiter für die Teilnahme an einer einstündigen Info- Veranstaltungen der Verbände freigestellt. Die Teilnahme an den Infoverantstaltungen und am Strand-Beobachtungsnetzwerk sind für die Mitarbeiter natürlich freiwillig.

 

Lothar Koch

für die Schutzstation Wattenmeer eV., die Naturschutzgemeinschaft Sylt e.V., den NABU, die sylter Nationalpark-Rangerin

 

21.6.: Mit der Schutzstation für einen Tag zum Meeresforscher werden

Netzwerk der Schutzstation Wattenmeer macht mit beim Ocean Sampling Day
 

Am 21.6.16 nehmen Wissenschaftler auf der ganzen Welt Wasserproben in den Meeren, um eine Momentaufnahme der Mikroorganismen im Wasser zu erhalten. An diesem Ocean Sampling Day (Sampling bedeutet auf Englisch Probennahme) tragen auch interessierte Bürger und Organisationen dazu bei, das Wissen über unsere Ozeane und Meere zu verbessern.

 
Für 60 Stationen an Nord- und Ostsee koordiniert die Schutzstation Wattenmeer die Verteilung der Testsätze und übernimmt die Anleitung der kleinen und großen Forscher.
 
„Die bei Hochwasser entnommenen Proben werden filtriert und an das Max-Planck-Institut in Bremen zur Auswertung geschickt“, erläutert Katharina Weinberg von der Schutzstation Wattenmeer die Vorgehensweise. Neben den Mikroben-Proben werden weitere Umweltdaten wie Wassertemperatur, Salzgehalt und pH-Wert ermittelt. 
 
„Hier kann Jeder für einen Tag zum Meeresforscher werden“, sagt Weinberg. Die eigenen Messungen und die aktive Beschäftigung mit dem Thema bewirke bei den Beteiligten ein ganz anderes Verständnis der biologischen Vorgänge in den Meeren. Bis zu 1.000 Hobbyforscher allein an Nord- und Ostsee liefern mit ihren Proben ein detailliertes Bild der Kleinstlebewesen im Wasser. 
 
Mikroben haben im Meer viele wichtige Aufgaben. Mit Hilfe des Sonnenlichts erzeugen Algen die Hälfte des Sauerstoffs auf unserem Planeten und bilden zusammen mit Bakterien den Anfang der Nahrungsketten in den Ozeanen.
 
„Wir helfen durch die Teilnahme am Ocean Sampling Day mit, ein klein wenig mehr über die Basis des Lebens in Wattenmeer, Nordsee und den Ozeanen auf der ganzen Welt zu erfahren“, sagt Weinberg. 
Weitere Infos: 

 Christoph Goetze, Schutzstation Wattenmeer

Schutzstation fordert Maßnahmen gegen Artenschwund in Nordsee und Wattenmeer

Seehundbank vor Kohlestaubkraftwerk in Esbjerg, Foto: L.Koch

Mehr Null-Nutzungszonen im Watt gefordert, Foto: L.Koch

Der Umweltverband Schutzstation Wattenmeer fordert einen besseren Artenschutz auch unter Wasser. Hintergrund ist die Meldung des Bundesumweltministeriums, daß jede dritte Tierart in Nord-und Ostsee mittlerweile vom Aussterben bedroht ist.

Von insgesamt 1695 untersuchten Arten der deutschen Küsten-und Heeresgebiete sind rund 30% gefährdet, ließ Bundesumweltministerin Hendricks dieser Tage über ihre Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter verkünden. Besonders gefährdet seien: Nagelrochen, Glattrochen, Dornhai (Schillerlocke), Hundshai, Aal, Alpenstrandläufer, Eisente, und Eissturmvogel über viele weitere Arten lägen gar keine verläßlichen Daten vor.

 „Wir brauchen mehr Flächen in Nordsee und Nationalpark, auf denen menschliche Nutzung völlig ausgeschlossen ist“, fordert Katharina Weinberg von der Schutzstation Wattenmeer. Lediglich drei Prozent der Nationalparkfläche sind bisher von der Fischerei ausgenommen (Nullnutzungszone). Das gesperrte Gebiet südlich von Sylt sei viel zu klein, um dem dramatischen Artenverlust wirksam begegnen zu können. Vor allem die Fischerei mit Grundschleppnetzen hat über Jahrzehnte zu einem Rückgang vieler bodenlebender Arten und ganzer Lebensgemeinschaften geführt. Die verbliebenen Bodentiere sterben ebenso wie junge Fische oft massenhaft in den Netzen der Krabbenkutter.
Die Nationalparks im Wattenmeer sind die letzten, die den bundesweit vorgeschriebenen Anteil von über 50 Prozent Nullnutzungszonen weit verfehlen. Erforderlich sind aus Sicht der Schutzstation Wattenmeer die Einrichtung nutzungsfreier Zonen auf 75 Prozent der Wattenmeerfläche sowie die Entwicklung naturschonender Fangtechniken. Von einem verbesserten Schutz würde neben der Natur auch die Fischerei im Nationalpark langfristig profitieren. „Internationale Erfahrungen zeigen, dass konsequent umgesetzte Meeresschutzzonen zu einer Erholung von Fischbeständen auch auf der restlichen Fläche führen“, sagt Weinberg. Auf diese Weise könne sich die Natur erholen und künftigen Generationen von Fischern sei es möglich, ihren Beruf nachhaltig auzuüben.
„Die Landesregierung hat sich auf die Fahnen geschrieben, mehr Wildnis zu wagen“, sagt Weinberg. Dieses gerade in einem Nationalpark umzusetzen und das gültige Bundesgesetz zu erfüllen, müsse selbstverständlich sein.

L.Koch und Dipl.Biol.Christof Goetze, – Pressesprecher- , Naturschutzgesellschaft SCHUTZSTATION WATTENMEER e.V.