Eisgang bringt Wattvögel an ihre Überlebengrenze

 

 

Die drastischen Tiefstemperaturen von  zeitweise unter 10 Grad minus, die seit etwa einer Woche sogar auf Sylt herrschen, bringen allmählich die Vogelwelt des Nationalparkes Wattenmeer an ihre Überlebensgrenze. Alle gefiederten Wattvögel, die es nicht geschafft haben rechtzeitig vor der Kältewelle nach Süden zu fliehen, droht jetzt der Erfrierungs-und Hungertod. Heute nachmittag konnte ich bereits auf einem knappen Kilometer Strandgang acht frischtote Vogelleichen entdecken. Allesamt Wattvögel die normalerweise die Schlickflächen der Ostseite bevorzugen, um Nahrung zu sammeln: Knutts, Alpenstrandläufer und Rotschenkel. Offenbar sind sie in der verzweifelten Suche nach Nahrung zur Strandseite der Insel hinübergewechselt, jedoch ohne dort erfolgreicher zu sein.

Allen Watt- und Strandspaziergängern empfehle ich rastende Vogelansammlung weiträumig zu umgehen, damit die Tiere nicht unnötig Energie durch Auffliegen verlieren.

Sylt NaturReporter
Lothar Koch

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