Masterplan für Verkehr und Klimaschutz gefordert

Auch wenn mancher schon genervt ist- das Thema Verkehr auf Sylt wird uns noch länger auf der Insel beschäftigen. Seit die Grünen mit etlichen Fraktionen eine Anfrage zur Neuordnung des ÖPNV stellten, ist die Lokalpresse täglich voll mit Themen zum Inselverkehr: Busfahren, Radfahren, Parkraumbewirtschaftung, Parkausbau, Tempo 30 in der Innenstadt, Fußgängerzone frei für Radfahrer…

Die Autolawine nach Sylt rollt ungebremst weiter

Die Autolawine nach Sylt rollt ungebremst weiter

Diese “grüne Welle” zeigt. Vielen liegt es am Herzen, daß sich schnell etwas an der Verkehrslage und -führung für alle Verkehrsmittel verbessert, daß die Zahl der Autos reduziert wird und Busfahren attraktiver wird. In der Berichterstattung zeigt sich aber auch, daß egal von welcher Seite das Thema einer Veränderung im Inselverkehr angepackt wird, sofort  von irgendeiner Interessengruppe heftiger Widerstand aufflammt:
Die Unternehmer wollen mehr Parkplätze in der Stadt, die Radfahrer, Fußgänger und teilweise auch die Autofahrer selbst wollen weniger Mief (und MIV), zahlreiche Fraktionen sehen die Lösung in einem Projekt „freies Busfahren auf Kurkarte“. Die Manager des insularen Tourismus argumentieren dagegen, daß eine Erhöhung der Kurtaxe um maximal einen Euro das Ende des Sylter Fremdenverkehrs bedeuten könnte. Handfeste Belege aus Umfragen und statistisch belastbaren Untersuchungen legen Sie dafür jedoch nicht auf den Tisch. Aus unerfindlichen Gründen sehen sie offenbar nicht den enormen Imagegewinn für die ersehnte „europäische TOP-Destination Sylt“ den einen solcher Schritt sicher hätte.
Das Argument, eine Busticket-Ermässigung mit Mitteln aus der Kurtaxe würde  langwierige Ausschreibungen des ÖPNV zwingend erforderlich machen ist  falsch: Es gibt durchaus Denkmodelle und gesetzliche Vorgaben, die das ohne weitere Ausschreibung mit der SVG ermöglichen könnten.

Die Radfahrer wollen besser von Ost nach West kommen, aber die Anlieger der Friedrichstrasse sperren sich gegen eine Öffnung ihrer Fussgängerzone für Radler, der Ortsbeirat will sofort Tempo 30 in ganz Westerland, aber die Landesbehörde sagt: “Das geht nicht”. Der Busunternehmer will extra schnelle Busspuren, bessere Ampelschaltungen zur Beschleunigung der Busse -aber auch da scheint es Schwierigkeiten zu geben.
Wir bewegen uns scheinbar im (Teufels-)Kreisverkehr. Ein Masterplan muss her. Die Grundlagen dafür sind ja da: Ein Verkehrsgutachten, ein Klimagutachten, ein Verkehrsleitbild, ein fast fertiges Radfahrkonzept, ein in der Diskussion befindlicher Rahmenvertrag zwischen Landschaftszweckverband und SVG. Ein Busunternehmer der innovativ denkt und eine ganze Reihe von Zukunftstechnologien, die unmittelbar vor der Serienreife stehen (Z.B. autonome Fahrzeuge).
Ein insularer runder Tisch könnte vielleicht helfen. An dem müssten kundige Fraktionsvertreter aller Inselgemeinden, Mobilitätsanbieter, Verwaltung und Verkehrsexperten sitzen, die einen umfassenden Masterplan diskutieren, durchdenken und schliesslich implementieren.
Das wichtigste dabei wäre die Bereitschaft zur wohlwollenden Zusammenarbeit aller mit dem  Ziel, die Insel in Sachen Verkehr klimafreundlicher, lebenswerter und moderner zu machen. Und natürlich auch die Zeit, das zu tun. Ein Vertrag, der den ÖPNV für die nächsten zehn Jahre auf der Insel festschreibt sollte daher nicht überstürzt geschlossen werden und später genug Flexibilität erlauben, um jederzeit Nachbesserungen seitens der Gemeinden zu ermöglichen.

Busfahren auf Kurtaxe scheitert an ÖPNV-Vergabekriterien

IMG_1180Gerade noch rechtzeitig vor entscheidenen Abstimmungen zur Neustrukturierung und Vergabe der Buslizenz für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) auf der Insel  schuf eine Anfrage der Grünen, die mit den Fraktionen SPD, SSW, SWG und Piraten gemeinsam auf den Weg gebracht wurde, Öffentlichkeit, Transparenz und Diskussion rund um das Thema „Inselverkehr“.

Seit über einem Jahr liefen bereits hinter den Kulissen Verhandlungen zwischen dem Landschaftszweckverband (LZV),  dem Kreis Nordfriesland und dem privaten Sylter Bus-Unternehmen (SVG) zu den komplizierten Vergabeverfahren für ÖPNV im Kreis und auf der Insel. Durch die Anfrage der Fraktionen wurden diese nun öffentlich.  Erst dadurch ist es der Öffentlichkeit möglich sich ein Meinungsbild zu machen. Antworten der Gemeinde Sylt auf die Anfrage können jetzt hier eingesehen werden.

Folgende Punkte sind nun geklärt:
1. Eine europaweite Ausschreibung der Buslizenz 2019 (10 Jahre gültig), wie es im Festlandsbereich des Kreises NF stattfindet, wird es für Sylt nicht geben.  Das liegt daran, daß auf Sylt die SVG als privater Busunternehmer agieren will, ohne öffentliche Fördergelder in Anspruch zu nehmen. In dem Fall muss dieser Anbieter zwingend die Lizenz erhalten.

2. Daraus ergibt sich, daß es ein durch die Kurtaxe subventioniertes oder kostenloses Busfahren auf der Insel in den kommenden 12 Jahren nicht geben wird, da eben auch diese Finanzierung ein EU-Auschreibung zur Folge hätte.

Eine Ausschreibung will der LZV jedoch vermeiden, da diese langwierig und nur vom Kreis durchführbar wäre.

Aktuell soll jedoch die ÖPNV-Planung vom Kreis auf den sylter LZV übertragen werden, eben weil ja keine Gelder fliessen. Der LZV verspricht sich davon mehr Einflussnahme auf den Vertrag mit der SVG (Motto: wir regeln das auf Sylt unter uns).

Fazit: Das Projekt Busfahren auf Kurtaxe, das ja eigentlich dem Klimaschutz dienen soll, scheitert an bürokratischen Rahmenbedingungen, die durch Gesetz, Verwaltung und lokale Begehrlichkeiten vorgegeben werden.

Nun bleibt zu hoffen, daß in den vertraglichen Verhandlungen zwischen LZV und SVG die für Mensch und Umwelt bestmöglichen Bedingungen herausgehandelt werden.

Letztendlich müssen noch alle Sylter Gemeinden und schliesslich der Kreis darüber abstimmen. Dieses Verfahren wird sich bis Ende September ziehen. Bis dahin kann noch in den Gemeinderäten diskutiert werden.

3. Seitens der Verantwortlichen für den Tourismus auf der Insel war und ist ein Projekt “kostenloses Busfahren auf Kurtaxe” offensichtlich auch gar nicht gewünscht. Anders ist es kaum zu erklären, daß trotz jahrzehntelanger Diskussion zu diesem Thema immer noch keine handfesten Berechnungen und Statistiken vorliegen, die aus der wirtschaftlichen Sicht das Thema objektiv beleuchten würden und den Bedarf bei Urlaubern geklärt hätten. Auch auf der letzten Sitzung des LZV wurde von Seiten des Tourismus-Vertreters “aus dem Bauch” argumentiert, daß die vom Kreis-Justiziar genannte erforderliche Erhöhung der Kurtaxe von 70 Cent bis 1 Euro für diesen Zweck Gäste abschrecken würde und auch nicht ausreichen würde.

Dies wirft ein Licht darauf, wie weit das Thema “Klimaschutz” bereits bei den Insel-Managern im Kopf angekommen ist.

Lothar Koch

LeserIn-Kommentar zur ÖPNV-Diskussion auf Sylt: Wer definiert das Nahverkehrskonzept?

Natürlich geht es beim Thema “Fahrscheinloser ÖPNV” um solide Kalkulationen (für die Gemeinden und für das Busunternehmen). Es ist gut, wenn Politik und Auftragnehmer vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Aber vor all dem geht es darum, dass die Politik auf Sylt ein zukunftsweisendes Nahverkehrskonzept definiert und die Verantwortung übernimmt für die Zukunftsgestaltung und diese nicht an ein Privatunternehmen delegiert, das seine eigenen Bedingungen stellt. Ich warte gespannt auf den Beschlussvorschlag für die nächste Sitzung des LZV nächste Woche. Unklar ist bislang, wie der Nahverkehrsplan auf der Insel eigentlich aussieht. Kann da denn schon klar sein, wer in der nächsten Periode die ÖPNV-Konzession bekommt?
Ich bin gespannt, wie also die Inselpolitik ihre Verantwortung übernimmt für den Klimaschutz, die Verantwortung für den Erholungswert der Insel, die Verantwortung auch für Mobilitätsmöglichkeiten für Sylterinnen und Sylter, die auf den Bus angewiesen sind oder ihn bewusst nutzen wollen (Daseinsfürsorge). Also für das Streckennetz, den Antrieb der Busse, die Taktung, die Preisgestaltung - für einen Zeitraum von 8 Jahren.
Im Rheinland habe ich jahrelang für etwas mehr als 50 Euro monatlich ein Jahresabo für sämtliche Verkehrsmittel im Nahverkehr gehabt, gültig in der gesamten Großstadt – Fahrradmitnahme inklusive. Abends und am Wochenende konnte ich noch eine weitere Person kostenfrei mitnehmen und im gesamten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr unterwegs sein – ohne zusätzliche Kosten. So was geht, wenn die öffentliche Hand Verantwortung übernimmt. Und hier auf der Insel haben wir sogar die großartige Möglichkeit, den ÖPNV weitgehend über die Kurtaxe zu finanzieren.
Nur in den seltensten Fällen kann ein lokaler ÖPNV kostendeckend – eigenwirtschaftlich – betrieben werden. Sichert ein Unternehmen einen ÖPNV ohne öffentliche Zuschüsse zu, hat es weitgehende Entscheidungsmacht. Verständlich, dass ein Busunternehmer sich da nicht rein reden lassen will. Es hat unternehmerische Entscheidungen zu treffen, ob diese auch ökologisch oder sozial sind, liegt dann nicht mehr im Einflussbereich der politischen Gremien. Diese aber haben die Aufgabe, auch andere Interessenlagen im Blick zu halten und bereits beschlossene (Verkehrs-)Leitbilder umzusetzen.
Entscheidet sich die Politik dafür, selber mitbestimmen zu können und neue Ideen und Innovationen über die Kurkarte zu finanzieren, wird man um eine öffentliche Ausschreibung wohl nicht herumkommen.
Dadurch aber könnte auf Sylt Zukunft demokratisch gestaltet und Qualität klar definiert werden – und somit weiter an der Umsetzung der Verkehrs- und Tourismusleitbilder gearbeitet werden.
Dabei können wir lernen aus den Erfahrungen von Regionen, wo der fahrscheinlose ÖPNV bereits erprobt wurde und wird. Die Art der Gegenfinanzierung zum Beispiel ist ein wichtiger Faktor. Unter anderem im bereits zitierten belgischen Hasselt wurde das für die Fahrgäste kostenfreie Busfahren zum vollen Erfolg. Ein mutiger Bürgermeister gewann mit einem innovativen Verkehrskonzept die Wahl und machte “Nägel mit Köppen”. Die Menschen stiegen vom Auto um in den Bus. Der bis dato mehrspurige Innenstadtring wurde zum “grünen Boulevard”, radfahrer- und fußgängerfreundlich. Nach 15 Jahren hatte sich der Umsatz in der Innenstadt verdreifacht und die Menschen ließen ihre Autos zuhause.
Aus den bisherigen Befragungen in den Sylter Facebook-Gruppen (sowie aus anderen Umfragen z.B. von ADAC und dem Verkehrsclub Deutschland) können Hypothesen gewonnen werden, was Menschen zum Umstieg auf den Bus bewegen wird. Es sind dies wahrscheinlich eine höhere Taktung, die Erreichbarkeit der Haltestelle, dass der Bus auch dahin fährt wo man hin will und dass er schnell ist, möglichst schneller als das Auto – und nicht so überfüllt. Dass er verlässlich auch Menschen im Rollstuhl mitnimmt und die Geldbörse schont. All das könnten Kriterien einer Ausschreibung sein. Der Idee mit der eigenen Busspur von Herrn Paulsen (SVG) ist in diesem Zusammenhang unbedingt nachzugehen. Und natürlich endlich ein zukunftsweisendes Radfahrkonzept umzusetzen, weitere Ideen für förderliche straßenbauliche Maßnahmen liegen auf dem Tisch.
Die Möglichkeit des Busfahrens auf Kurkarte verringert den Geräuschpegel, den CO2-Ausstoß und erhöht den Erholungswert der Insel. Und spart zudem allen Zeit und Nerven – auch denen, die weiterhin mit dem Auto unterwegs sein müssen.
Margot Böhm, List

Tourismusstrategie Sylt: Das “Spiel mit der Schwarzen” ist gefährlich!

“In unserer Tourismusstrategie spielen wir quasi über `Bande´ “, dieses Bild aus dem Billard

Mit Autos auf Sylt protzen-einfach nicht mehr zeitgemäss, aber leider noch weit verbreitet!

Autowerbung mit “grossen Marken” und Natürlich-Sylt Image: Die Tourismus-Strategen der Insel setzen auf zu unterschiedliche “Pferde” gleichzeitig. Das Spiel könnte nach Hinten losgehen.

Nasybenutzte Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing Agentur, vor Kurzem im Gespräch mit Vertretern der Insel Ameland, die sich über die “Marke Sylt” informieren wollten.

Gemeint ist meines Erachtens damit, daß die Nähe zu anderen großen Marken, Prunk und Prominenz strategisch gesucht wird, um die eigene “Marke Sylt” damit aufzuwerten. Eigentliches Ziel der Werbung ist aber nicht die relativ kleine Gruppe der sogenannten “Schönen und Reichen”, sondern eine breitere Masse, die von jenen fasziniert ist und sich vom Prommi-Glimmer der Insel angezogen fühlen soll. Die Stellungnahme der SMG zum heutigen Artikel der SR über die “Auto-Werbeplattform-Sylt” zeigt, wie die SMG mit dieser Strategie kokettiert, statt einmal klar “Nein” zu umweltbelastenden Aktivitäten zu sagen. Immerhin fügt Frau Vielberg von der SMG in dem Artikel hinzu: ”Schwierig wird es dann, wenn es nur noch um PS-Protzerei geht und ein ganzes Dorf Gefahr läuft, als Autohaus wahrgenommen zu werden und die eigentlichen Werte der Insel verpuffen.” So sieht es offenbar auch Kampens Bürgermeisterin Steffi Böhm. Dennoch sind zur Zeit auf der Insel zahlreiche Automarken mit ihren PR-Veranstaltungen und Probefahrtangeboten an unterschiedlichen Stellen  unterwegs.

Dahinter dürfte die Sehnsucht nach dem Glanz der 1960iger Jahre stehen, wo tatsächlich eine führende Prominenz und Schickeria aus Politik, Literatur, Funk und Fernsehen wochenlang auf der Insel Urlaub machte, weil sie die legere Atmosphäre und die Natur so liebte. Das ist lange vorbei. Insofern hat der Versuch, diese alte Zeit heute mit teuren Autos   und anderem Klunker wiederzubeleben immer etwas von einer hohlen, verlogenen Ersatzbefriedigung.

Statt das Spiel auf die “schwarze Billardkugel” von Abgasschleudern, Make-up Mädels, Harleybrummern und Pseudoprominenz zu setzen, täten die Sylter Tourismusdirektoren und Gemeinden gut daran, den eigentlichen Werten von Sylt voll zu vertrauen: Natur, Landschaft, Luft, Klarheit und Qualität sind Attribute, die der Marke Sylt besser zu Gesicht stünden. Das “Spiel mit der Schwarzen ist gefährlich” lautet eine Regel beim Billard.Fällt die schwarze Kugel durch, ist sofort das ganze Spiel verloren.

Grundsätzlich sollte in das zu erarbeitenden Leitbild der Sylter Tourismuswerbung das Thema „Syltverträglichkeit” eingebracht werden.
Aktivitäten und Werbemassnahmen, die dem Landschaftsbild, der Gesundheit und dem Umwelt-und Naturschutz widersprechen sollten aus dem Portfolio von SMG und den Inseltourismusservices ebenso gestrichen werden, wie aus dem genehmigungsfähigen Katalog der Gemeinden.
Lothar Koch

ÖPNV auf Sylt- Der langsamste Schnellschuss der Welt

Die gemeinsam mit SPD,SSW,SWG und Piraten offiziell bei der Gemeinde Sylt eingereichte Anfrage der Sylter Grünen zum insularen ÖPNV  dient dazu,  mehr Transparenz und Diskussion rund um das Thema Sylter Verkehrsalternativen zu erzeugen. Das ist offenbar gelungen. Interview zu diesem Thema mit Syltfunk

Mit Autos auf Sylt protzen-einfach nicht mehr zeitgemäss, aber leider noch weit verbreitet!

Mit Autos auf Sylt protzen-einfach nicht mehr zeitgemäss, aber leider noch weit verbreitet!

Die Umfrage der „Insulaner-Fraktion“ unter fast 30 000 Gästen und Syltern über Facebook hat vielversprechende Ergebnisse geliefert (siehe Artikel der Sylter Rundschau), und müsste das „alte Lied vom Busfahren auf Kurkarte nützt nichts“, verstummen lassen. Dieses stimmten viele Unternehmer, der  LZV und Peter Douven, Chef des Insel-Sylt-Tourismus-Service (ISTS) bislang gern an, ohne jedoch harte Fakten aus Umfragen und Statistiken liefern zu können. Auch eine aktuelle Kostenberechnung liegt öffentlich nicht vor. Wir erhoffen dazu mehr Klarheit durch die Beantwortung der zahlreichen Fragen unserer Anfrage, die auf der Website www.gruene-sylt.de öffentlich einsehbar ist.

Erstaunlich die Aussage von Oliver Ewald (CDU), der selbst nach über 25 jähriger Diskussion zu dem Thema „Busfahren auf Kurtaxe“ noch von „Schnellschüssen“ spricht und erstmal Radwege diskutieren will, deren Fertigstellung der Bürgermeister Häckel auf 2030 terminiert hat. Um in Sachen Verkehr als „Top-Destination Europas“ zeitgemäss weiter zu kommen, müssen die Themen aber zügiger und gleichzeitig abgearbeitet werden. Auch Bedenken der CDU,  der ÖPNV müsse bei kostenloser Nutzung ausgeschrieben werden, verwirrt. Heisst es doch auf eine Anfrage der Grünen zur europaweiten Ausschreibung des ÖPNV im Kreis NF aus dem Husumer Amt dazu: „Wir sind derzeit mitten in abschliessenden Gesprächen zur zukünftigen Organisation der Inselverkehre auf Föhr, Sylt und Amrum…“. Wird denn nun europaweit ausgeschrieben, oder ist die SVG für Sylt schon fest gesetzt?

Der zukünftige Betreiber des Sylter Busverkehrs könnte  ja gern in bewährter Hand bleiben- die muss nach Auffassung der Grünen aber offen für alle Optionen sein, die den Autoverkehr minimieren und proaktiv daran mitwirken, mehr Menschen in öffentliche, klimaschonende Verkehrsmittel zu ziehen. Die Aussage der SVG, sie sei bereits mit den jetzigen Fahrgastzahlen ausgelastet geht da in die falsche Richtung und suggeriert, daß ein deutliches „Mehr“ an Fahrgästen, die durch Kurtaxen-Tickets entstünden, seitens der Bus-Firma gar nicht gewünscht ist. Zudem darf eine Busfahrt für Einzelpersonen und Familien nicht wesentlich teurer sein als eine Fahrt mit dem PKW. ÖPNV muss cool vermarktet werden: Teure und überfüllte Diesel-Elefanten mit greller Discounter-Werbung werden keine nennenswerten Zahlen von „Klima-Umsteigern“ im Sylt-Verkehr erzeugen.

Lothar Koch

 

Verkehrswende auf Sylt von Parteien gefordert: Freie Fahrt für Alle!

Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, SPD, SSW, SWG und Piraten stellten heute gemeinsam eine Anfrage an die Gemeinden, die Tourismus-Services und den Landschaftszweckverband, um im Vorfeld einer Neuvergabe von Buslizenzen auf Sylt (2019) Klarheit für eine insulare “Verkehrswende” zu schaffen.

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Derzeit rangieren auf Sylt bis auf wenige Ausnahmen noch ungelenke Dieselbusse.

Seit über fünfundzwanzig Jahren wird die Frage diskutiert, ob man mit einer geringen

Autodämmerung auf Sylt

Autodämmerung auf Sylt

 

Erhöhung der Kurabgabe (ca. 1 Euro) ein freies Busfahren für alle Gäste ermöglichen könnte. Bislang scheiterte das Vorhaben unter anderem an dem kommunalen Abgabegesetz Schleswig Holsteins, das eine Ausgabe der der Kurtax-Einnahmen für ÖPNV nicht vorsah. Das wurde per Gesetz nun Anfang des Jahres geändert.

Deshalb müssen bei der Neuausschreibung des Busverkehrs für die Insel unbedingt die Voraussetzungen für “freies Busfahren auf Kurtaxe” von möglichen Bewerbern eingefordert werden.” sagt Lothar Koch von den sylter Grünen. Das bedeutet, Bewerber für die Insel-Lizenz, die ab 2019 vergeben wird, sollten sicherstellen, daß sie die Kapazitäten vorhalten, die eine Umstellung des Busverkehrs auf “Kurtaxe” möglich machen. Der Sinn dieses Vorhabens ist es, nennenswerte Mengen von Gästen vom Auto in den Bus zu holen. Das bedeutet es müssen mehr Busse oder Kleinbusse eingesetzt werden als bisher.

Der zukünftige ÖPNV der Insel sollte ausserdem nach dem neusten Stand der klimafreundlichen Technik ausgestaltet und in jeder Hinsicht so attraktiv durchgeführt und beworben werden, daß der motorisierte Individualverkehr auf der Insel deutlich abnimmt.

Voraussetzung dafür ist auch die Einführung eines einheitlichen Sylt-Card-Systems, an das alle Insel-Tourismus-Services angeschlossen sind und über das die Kurabgaben und die Vergünstigungen abgewickelt werden können. Diese Vorgehensweise wird auch im Verkehrsgutachten für die Gemeinde aus dem Dezember 2016 vorgeschlagen.

Bislang ist Sylt mit seiner Kurabgabe sehr rückständig und kompliziert aufgestellt: jede Gemeinde hat  ihr eigenes Kurabgabensystem und wer an den Strand will wird wie an einer Grenze kontrolliert. In konkurrierenden Urlaubsdestinationen wie Berchtesgarden, Bodensee, St. Peter Ording und im Harz fahren Urlauber bereits Bus auf Kurkarte.

 

Lothar Koch

Das Auto mal stehen lassen-aber wie geht es dann weiter?

seit wir E-Bikes haben bleibt das Auto meist stehen-der Parkplatz beginnt zu blühen.

seit wir E-Bikes haben bleibt das Auto meist stehen-der Parkplatz beginnt zu blühen.

Naturreporter Sylt, Schutzstation Wattenmeer und Die Grünen Sylt haben gemeinsam mit der Sylt-Marketing Agentur (SMG) Alternativen zum motorisierten Individualverkehr herausgefiltert.

Wir wollen damit einen praktischen Beitrag zur Reduzierung des Autoverkehrs auf der Insel leisten. Ein kleiner Anfang!
Sie finden sich auf der Website der SMG
Hier das komplette Inhaltsverzeichnis, über das Sie auf der
Website der SMG  per Mausklick zugreifen können. Bitte empfehlen Sie es auch Ihren Gästen und verlinken Sie Ihre  Website mit der SMG-Website.

FRAGEN UND ANTWORTEN ZUR MOBILITÄT AUF SYLT

Wir haben Ihnen alle Informationen und häufigsten Fragen, wie Sie ohne eigenes Auto auf der Insel mobil sind, zusammengestellt. Klicken Sie hier auf das Thema, das Sie interessiert!
Themen dieser Mobil auf Sylt-Seite:

Mobil bei der Anreise

Auto auf dem Festland stehen lassen
Wie komme ich vom Bahnhof zu meiner Unterkunft?
Wie komme ich vom Sylter Flughafen zu meiner Unterkunft?
Ich reise per Fähre/Schiff an. Wie komme ich von A nach B?
Gepäck vorausschicken
Hotel-Shuttle

E-Mobilität auf Sylt

Öffentliche Ladestationen   ·   E-Mietautos   ·   E-Bikes   ·   Elektro-Linienbus

Mobil mit dem Bus

Streckennetz und Fahrpläne   ·   Fahrradmitnahme   ·   Bustickets

Mobil mit dem Mietrad

Verfügbarkeit von Mieträdern   ·   Mietrad-Preise   ·   Fahrradwege-Netz   ·   Beispielstrecken

Mobil zu Fuß

Kann man Sylt gut zu Fuß erkunden?

Mobil mit dem Taxi

Taxistände auf Sylt   ·   Sylter Taxiunternehmen   ·   Taxikosten   ·   Fahrradmitnahme

Mobil mit dem Mietwagen

Mietwagenpreise   ·   Parktarife

Infos zu diesen Themen findest Du hier:  Website der SMG

Sylt im Radwege-Sanierungs-Stau

geschenkter Radweg: Treibseewege an den Landesdeichen

geschenkter Radweg: Treibselwege an den Landesdeichen

Sylt hat wunderbare Radwege. Das gilt vor allem für die Langstrecken nach Hörnum und List, die entlang der Landesstrasse verlaufen und damit unter die Finanz-Hoheit Schleswig-Holsteins fallen. Ganz anders sieht es aber im Gemeindegebiet Sylt, vor allem in Westerland aus. Dort herrscht zur Zeit ein 6 Millionen Euro-Sanierungsstau. Dies erläuterte Bürgermeister Nikolas Häckel gestern im Umweltausschuss der Gemeinde.

Hintergrund ist die Erarbeitung eines Radwegekonzeptes, das der Verwaltung aufgetragen wurde. Dies sollte eigentlich längst fertig sein, aber in der Sitzung musste Nikolas Häckel weiter um Geduld bitten. Zu Recht: Die Erfassung von Radwegeschäden und -Problemen erwies sich als weit aufwendiger als erwartet. Vor allem wird es finanziell eng. Als Bürger macht man sich kaum klar, daß die durchschnittliche Verbesserung einer Strassenkreuzung mit vernünftiger Radwegführung ganz schnell mal mit 100 000 Euro Kosten zu Buche schlägt. Was auch viele nicht wissen: Einfach scheinende Lösungen, wie auf die Strasse gemalte Linien und Zeichen für Radfahrer sind laut Verkehrs- und Strassenbauordnung der Gemeinde gar nicht gestattet.

Sylt- moderne Fahrradinsel oder rostiges Radierimage?

Sylt- moderne Fahrradinsel oder rostiges Radierimage?

Die errechnete Summe für eine komplette Optimierung des Radwegenetzes in der Gemeinde Sylt summiert sich dann auch auf 6 Millionen Euro. Eine Summe, die die Gemeinde lieber in Wohnungsbau für Sylter stecken würde. “Aber wir kommen um eine Sanierung der Radwege, von denen fast keiner der vorgeschrieben Norm entspricht, nicht herum”, so Häckel. Viele sind bis zu 1 m schmaler als erlaubt.” Das bedeutet, wir müssen fast alle Schilder abbauen, die heutzutage den Radfahrer auf die Radwege zwingen, da das gesetzlich bei den Fahrspurbreiten gar nicht zugelassen ist. Die Radler fahren sicherer auf der Autostrasse.”

Lothar Koch von den Grünen plädierte dafür, endlich einen Grundsatzbeschluss der Gemeinde zu treffen, daß Fahrräder und Fussgänger Vorrang vor motorisiertem Individualverkehr haben. Nach so einem Beschluss könnten dann viel leichter Prioritäten im Radwegekonzept gesetzt und abgearbeitet werden. Ausserdem sei eine Förderung der neue Welle der E-Bike Mobilität eine gute Chance für Sylt, endlich den Autoverkehr im Citybereich herunterzufahren. Dafür müsste man Gelder von der neuen Jamaika-Koalition in Kiel abrufen, die eine starke Förderung des Radverkehrs vereinbart hätten.”

Dieser Sanierungs-Prozess wird wohl in drei Etappen geschehen und bis 2030 dauern, hieß es aus der Verwaltung. Nach weiteren Statements der Ausschussmitglieder  Koch, Uekermann, Mungart und Lemissiah waren sich die Umweltausschuss-Vertreter aller Parteien schnell einig und fassten folgenden Beschluss (sinngemäss):

Die Gemeindeverwaltung soll den erarbeiteten Radwege-Sanierungsplan in kleinen Schritten aber konsequent umsetzen. Dabei sollten Aspekte der Sicherheit und der Information beachtet werden. Dazu solle ein Radverkehrsleitsystem erarbeitet und umgesetzt werden. Die Gemeindeverwaltung sollte unverzüglich ausloten, ob Fördergelder dafür in Kiel abrufbar seien.

 

Lothar Koch

 

 

 

Gemeinde Sylt beschließt Leitbild Verkehr

 

Wer breit Auto fährt sollte zusätzlich zur Kasse gebeten werden !

Wer breit Auto fährt sollte zusätzlich zur Kasse gebeten werden ! 

Am 20.10.2016 wurde auf der Ratssitzung der Gemeinde Sylt ein Leitbild zum Mobilitäts- und Verkehrskonzept einstimmig verabschiedet.

Das Leitbild wurde  auf der Grundlage eines im Jahre 2014 vorgelegten Verkehrsgutachtens für die Insel vorgelegt.
Über folgende Formulierung sollten die Ratsmitglieder den Finger heben

Radspuren auf Verkehrsstrassen könnten helfen, Autos zurückzudrängen und Radler zu fördern.

Radspuren auf Verkehrsstrassen könnten helfen, Autos zurückzudrängen und Radler zu fördern.

- Die Wege, die mit dem Umweltverbund (Zufußgehen, Radfahren und Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV)) von Bewohnern, Touristen und Tagesbesuchern durchgeführt werden, sollen deutlich gesteigert werden. Durch die gezielte Stärkung des Umweltverbundes wird die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV-Anteiles) angestrebt.

Anmerk. d. Redaktion: Das heisst übersetzt, die Gemeinde verpflichtet sich selbst, attraktive Maßnahmen und Anreize zu schaffen, die Menschen auf der Insel motivieren, ihr Auto stehen zu lassen (am besten gleich zu Hause am Festland).

- Der Radverkehr soll einen deutlichen Qualitätssprung erfahren und sollte als ganzheitliche Systemplanung weiter entwickelt werden.

Anmerk. d. Redaktion: Dabei geht es nicht nur um geeignete, durchgängige und sichere Fahrradwege, sondern auch um Angebote für den Gast, wie zum Beispiel ein Fahrradverleihsystem “Sylt-Bike”, bei dem online gebucht werden kann und das Fahrrad an zahlreichen Stellen der Insel wieder abgegeben werden kann, sodaß man nicht wieder zum Verleih zurückkehren muss. (Die Ferienregion Usedom hat das bereits realisiert).

- Durch geeignete Maßnahmen soll ein störungsfreier und gesicherter Betriebsablauf im ÖPNV sichergestellt werden. Das heutige Angebot des ÖPNV sollte erhalten bleiben und nach Möglichkeit qualitativ verbessert werden.

- Die Nahbereichsmobilität soll gefördert werden. Flächen für Fußgänger sind zu schützen, weiter barrierefrei auszubauen und zu vernetzen.

- Die Verbesserung der regionalen und überregionalen Erreichbarkeit der Insel wird angestrebt durch:

- Verkürzung der Reisezeit im Bahnverkehr zwischen Hamburg und Westerland

- Durchgehende 2-Gleisigkeit der Bahnstrecke zwischen Niebüll und Westerland

- Elektrifizierung der Marschbahn mit Durchbindung von ICE-Zügen nach Westerland

In dem Verkehrskonzept Sylt haben die Gutachter der Gemeinde  sechs Handlungsfelder empfohlen, die teils nacheinander, teils parallel zueinander abgearbeitet werden sollten:

- ÖPNV
- Radverkehr
- Multimodalität / Mobilitätsmanagement / Mobilitätsberatung
- Motorisierter Individualverkehr (MIV) /Verkehrsmanagement / Ruhender Verkehr
- An- und Abreise
- Fußverkehr / Nahbereichsmobilität

Die Lenkungsgruppe “Verkehr”  empfiehlt den Verbesserungsschwerpunkt auf die Handlungsfelder ÖPNV, Radverkehr und Multimodalität (Sylt-MobilCard) zu legen und hierzu entsprechende Detailkonzepte zu erarbeiten.

Deshalb stimmten die Ratsmitglieder in der selben Sitzung auch gleich über die Erarbeitung eines Radverkehrskonzeptes ab. Es soll jetzt vom Amt der  Gemeinde Sylt intern erarbeitet werden und baldmöglichst zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Wie, wann und von wem die anderen wichtigen Detailkonzepte des Verkehrsgutachtens abgearbeitet werden, bleibt zunächst unklar.

Fremdenverkehr geht auch ganz ohne KFZ: die Insel Juist ist autofrei (Hier Fährankunft am Hafen)

Fremdenverkehr geht auch ganz ohne KFZ: die Insel Juist ist autofrei (Hier Fährankunft am Hafen). Man sieht Rollcontainer für Koffer, Fahrräder, Handkarren, Pferdefuhrwerke und Pferdebusse.

Lothar Koch

Konkurrenzkampf der Sylt-Autozüge verpestet die Umwelt

Westerland
Es scheint verrückt: Obwohl die Nachfrage für Autotransporte hin und her über den Hindenburgdamm zwischen Sylt und Niebüll sich seit Jahren bei ca. 960 000 Fahrzeugen eingependelt hat und eher weniger als mehr wird, erhöht die DB Sylt Shuttle die Anzahl ihrer Zugfahrten drastisch. Die Frequenz soll in 2016 von 14 000 Touren auf 20 000 jährliche Abfahrten erhöht werden. Die DB Fernverkehr AG  hat extra neue Loks eingekauft. Dennoch läßt sich der Dieselverbrauch  auf der Strecke auf 3 Millionen Liter hochrechnen. Diese wirtschaftlich nicht leicht zu durchschauende “Qualitätsoffensive” dürfte ein Verdrängungstrick im Konkurrenzkampf mit dem neuen Mitbewerber RDC sein.

Der neue Konkurrent RDC wird zusätzlich ca. 5000 Fahrten jährlich mit seinem Autozug bestreiten. Wie groß der Dieselverbrauch des amerikanischen Anbieters ist, ist nicht bekannt, aber geschätzt dürfte er bei 800 000 Liter Diesel im Jahr auf der 39 km langen Strecke  liegen. Die führt geradewegs durch den für seine gute Luft berühmten Nationalpark Wattenmeer und entlang von Wohngebieten in Niebüll, Klanxbüll, Morsum, Keitum, Tinnum und Westerland. Mit deutlich vermehrten Rangierfahrten im Bereich Westerland/Tinnum muss gerechnet werden. Derzeit fährt RDC sogar seine Dieselloks ohne Autotransport mehrmals täglich über die Strecke. “Das sollen Testfahrten sein, bis RDC bereit ist mit dem Geschäft zu starten, dienen aber wahrscheinlich auch der Auflage, daß die Firma, die den Zuschlag der Netzagentur für eine Strecke erhält, diese auch benutzen muss.So verpesten sie die Umwelt für Nix und wieder nix”, sagt ein Schalterbeamter der Bahn in Niebüll.

Schuld an der Luftverpestung sind aber nicht nur die Autozugbetreiber. Es ist auch ein Versäumnis der Politik, daß die Strecke Hamburg – Westerland nicht längst elektrifiziert ist. Dabei wirft Schleswig-Holstein pro Jahr Windstrom im Wert von 200 Millionen Euro weg, weil er nicht verbraucht werden kann. Zusätzlich führt die Eingleisigkeit der Strecke an mehreren Abschnitten zu erheblichen Problemen, die sich durch die Konkurrenzsituation im Jahr 2016 deutlich verschärfen werden. Hier wurde diesbezüglich auf der profitabelsten Strecke der Bahn (bundesweit auf den Kilometer gerechnet) bislang nicht investiert, möglicherweise auch, um sich in den vergangen Jahrzehnten Konkurrenten vom Hals zu halten. Mit dem Monopol ist nun aber Schluß.

Alle Experten prophezeihen ein großes Chaos für Westerland ab Ostern 2016 und vermuten, daß es zu noch längeren Autorückstaus auf Sylt kommen wird, die wiederum lokal das Klima des Nordseeheilbades verpesten. Auch für die normalen Personenzüge soll es durch die Vorfahrtsituation der beiden Autozuganbieter zur erheblichen Problemen kommen. Das wird bei vielen Reisenden, die durch Verspätungen der Züge frustriert werden auf der Strecke Hamburg-Niebüll möglicherweise zum Umstieg auf´s Auto führen und so die Umweltbelastung erhöhen.

LOTHAR KOCH