Die Irrfahrt der Pottwale

In den vergangenen Tagen, seit dem 8. Januar, sind mindestens 12 Pottwale an der internationalen Wattenmeerküste verendet, oder tot angetrieben. 5 auf Texel, 2 auf Wangerooge, 1 in der Wesermündung, 2 vor Helgoland, 1 vor Büsum, 1 vor Trischen.

Das ist kein neues Phänomen. Grundsätzlich werden Pottwalstrandungen in diesem Seegebiet seit 1572 amtlich registriert. Allein seit 1990 sind es 81 gewesen. Die aktuellen Strandungen erinnern an zwei Massenstrandungen in den Wintern 1996/97 und 1997/98. Das besondere daran war, das die Meeresriesen vor ihrer Strandung der Insel Sylt einen kurzen Besuch abstatteten. Das dürfte seit Menschengedenken ein einmaliges Bild vor Rantum gewesen sein. Dazu habe ich meinen Augenzeugenbericht in meinem Buch

“Natürlich Sylt-der Naturerlebnisführer” niedergeschrieben. Hier eine Leseprobe:syltbuchTitel

RÜCKBLICK

In den Wintern 1996/97 und 1997/98 strandeten insgesamt 26 Pottwale an den Stränden der Wattenmeerküsten Hollands, Deutschlands und Dänemarks. Drei der Meeresgiganten konnten in einer dramatischen Rettungsaktion bei St. Peter-Ording mit Booten in tieferes Wasser abgedrängt werden- alle anderen verendeten kläglich.

Tod und Rettung der Riesen

Es war ein Bild, wie man es von Kupferstichen aus alten Walfängerzeiten kennt: Zwei Pottwale liegen unbeweglich in den Brandungswellen am Sylter Strand “Samoa”. Im Hintergrund, über eine weite Seefläche verteilt, stoßen dreizehn der Meeresriesen unregelmäßig ihren typischen Blas schräg nach vorne aus.

Die noch schwimmenden Pottwale warten auf ihre festsitzenden “Brüder” und geben offensichtlich Lautsignale, nach denen sich die Gestrandeten immer wieder ausrichten. Endlich, nach Stunden des Wartens, kommt die Flut und beide Vierzig- Tonner können aus eigener Kraft wieder Fahrt aufnehmen. Die Walschule von fünfzehn Tieren entschwindet am Horizont. Ein historischer Tag für die Inselchronik: es war wohl seit Menschengedenken der erste Besuch einer ganze Pottwalschule am Sylter Strand. Leider stranden alle fünfzehn Pottwale am folgenden Tag erneut. Zwei an der Niedersächsischen Wattenmeerküste und dreizehn am Strand der Dänischen Nachbarinsel Römö.

Sieben Wochen später: Das Patrouillenboot der Küstenwache, die „Sylt”, meldet der Schutzstation Wattenmeer die Sichtung einer “desorientiert umherschwimmenden” sechsköpfigen Pottwalschule, etwa sieben Seemeilen westlich von Büsum. Dort hat die Nordsee noch rund 15 Meter Wassertiefe zwar nur eine Pfütze für die sonst in Tausenden von Metern tiefen Gewässern vorkommenden Pottwale, aber im Vergleich zur nahegelegenen, flachen Wattenmeerküste noch halbwegs sicheres Terrain für die Kolosse. Die Schutzstation Wattenmeer drängt darauf, dass die Patrouille der Wasserschutzpolizei ihre geplante Route zunächst nicht fortsetzt, sondern die Walschule im Auge behält und das Schiff zwischen Wale und Wattenmeerküste manövriert, um eine Strandung zu verhindern. Außerdem mobilisiert die Naturschutzgesellschaft  Kollegen von Greenpeace, die über das notwendige Equipment verfügen, um die Wasserschutzpolizei zu unterstützen. Am nächsten Morgen kommt dann doch die Hiobsbotschaft: Mindestens ein Pottwal ist auf dem Rochelsand vor St. Peter-Ording gestrandet, die anderen Wale befinden sich noch schwimmend in unmittelbarer Nähe ihres sterbenden Gefährtens.

Nach dieser Nachricht bewegen sich alle verfügbaren Schiffe sofort Richtung Strandungsort. Zuerst ist die „Sylt” vor Ort. Mittlerweile sind zwei weitere Wale auf den flachen Sand aufgelaufen. Nun muss alles sehr schnell gehen, um Schlimmeres zu verhindern. Inzwischen sind auch die Greenpeace – Zodiaks angekommen und zu Wasser gelassen, um die „Sylt” bei den Versuchen zu unterstützen, die Pottwale in tieferes Wasser abzudrängen. Langsam aber sicher gelingt das Unterfangen: Bei Sonnenuntergang sind drei der sechs Wale mit viel Fingerspitzengefühl und mehreren Booten auf acht Seemeilen in  fast  20 Meter tiefes Wasser hinausgetrieben worden. Die anderen drei verenden leider auf der Sandbank am Leuchtturm Westerhever.

Warum wählten die Tiere den falschen Weg?test0007

Die Pottwale verheddern sich am Wattenmeer im Labyrinth der Untiefen. Ihr sonst so präzises Sonarsystem versagt im sandigen Flachwasser. Das Echo auf die vom Pottwal ausgestoßen Schallsignale wird zu schwach und verwaschen vom feinen Nordseesand reflektiert, sodass kein klares Bild der Umgebung entsteht. Die Pottwale, sonst in Wassertiefen von über 3000 Metern zu Hause, tappen am flachen Wattenmeer also quasi im Dunkeln- und das mit leerem Magen, denn ihre Hauptnahrung, den Tiefseetintenfisch, finden die Wale in der durchschnittlich 80 Meter flachen Nordsee nicht.

Warum halten sich die Leviathane also überhaupt  in unserem Flachmeer auf?

Ein Herz vom Pottwal

Ein Herz vom Pottwal

Eine Frage, über die auch Wissenschaftler mangels klärender Forschungsprojekte nur spekulieren können.

So viel ist sicher: die nördlich von Norwegen lebenden, männlichen Meeresriesen waren auf dem Weg zu ihren Weibchen, die sich ganzjährig bei Madeira und den Azoren aufhalten. Offenbar kamen sie jedoch von ihrem direkten Kurs zwischen Nordmeer und Atlantik ab und gerieten bei Schottland in die “Sackgasse Nordsee”.

Fest steht auch, dass solche Fehlentscheidungen in den vergangenen Jahrhunderten immer schon vorkamen, allerdings liegt das 20. Jahrhundert mit knapp 100 in der Nordsee gesichteten Pottwalen an der Spitze der Statistik. Spekulationen, die einer zunehmenden Industrialisierung durch Öl- und Gasplattformen und damit der Unterwasser- Verlärmung der nördlichen Nordseegewässer die Schuld für das zunehmende Ablenken der Wale geben, sind daher nicht von der Hand zu weisen. Vor allem, vor dem Hintergrund, daß rund 80 der fast 100 registrierten Pottwalstrandungen an der internationalen Nordseeküste in den letzten sechs Jahren des vorigen Jahrhunderts passierten. Neben der Unterwasserverlärmung von Öl- und Gasplattformen werden neuerdings auch militärische  Eingriffe diskutiert. So betreibt die NATO ein tieffrequentes Schallwellennetz unter Wasser, das für die Navigation von U-Booten gebraucht wird. Es ist ja allgemein bekannt, dass Wale über Schallwellen miteinander kommunizieren und zahlreiche Beobachtungen bezeugen, dass Pottwale durch ungewohnte Geräusche abgeschreckt werden können. So wird auch vermutet, dass der Lärm des dichten Schiffsverkehrs im Englischen Kanal den Pottwalen den südwestlichen “Notausgang” der Nordsee versperrt.

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Abtransport der Unterkiefer

Diskutiert werden allerdings auch natürliche Ursachen:  So wird immer wieder die Theorie britischer Forscher bemüht, die festgestellt haben, dass es weltweit eine Häufung von Walstrandungen an Küsten gibt, an denen die Erdmagnetfeldlinien eine besonders geringe Feldstärke aufweisen. Da Wale sich an Magnetfeldlinien orientieren können, wäre ein Zusammenhang möglich. In dem Zusammenhang wird sogar der Einfluß von Sonnenflecken diskutiert.

Nicht auszuschließen ist auch schlichtweg Missgeschick und Unerfahrenheit in der Navigation jüngerer Bullen. Es wäre beispielsweise möglich, dass die Pottwale, abgelenkt durch die Jagd auf nach Süden ziehenden Tintenfischen, in die falsche Richtung schwammen. Dagegen spricht jedoch, dass die Tintenfischarten, die von Pottwalen bevorzugt werden, noch nie in nennenswerten Mengen in der Nordsee nachgewiesen wurden.

Auch das Argument, es gäbe seit Aufgabe der Großwaljagd bereits wieder so viele Pottwale in den Weltmeeren, dass daher eine erhöhte Strandungsrate an Nordseeküsten natürlich wäre, steht auf tönernen Füßen: erstens gibt es überhaupt keine verlässlichen Bestandszahlen und zweitens weisen die recht genauen Statistiken aus Jahrhunderten vor der intensiven Bejagung der Pottwale keine ähnlich hohen Strandungsraten auf, wie Ende des 20. Jahrhunderts.

LOTHAR KOCH

“Natürlich Sylt” – den Naturerlebnisführer gibt es portofrei hier syltopia.de oder in jeder Buchhandlung

Lothar Koch im Nordtour Magazin

Sylter Natur und Erlebnisführer

Am 18.08.2012 | 18:00 Uhr berichtete das Nordtour Magazin des NDR über NatürlichSylt:
Hier klicken um den Beitrag zu sehen

Hintergrundinfos des NDR (gekürzt): Auf Sylt gehören Promis, Polohemd und Porsche zum Straßenbild. Dass die Insel aber viel mehr als das ausmacht, zeigt der Natur-Erlebnisführer von Lothar Koch.

Sylt – die Insel der Reichen und Schönen. Wo Promis flanieren und Polohemd und Porsche zum Straßenbild gehören. Soweit das Klischee. Sylt ist aber viel mehr als das. Lothar Koch will mit seinem neuen Buch weg vom Schicki-Micki-Image der Insel. Er sagt: Wer nach Sylt kommt, um mit dem Auto zwischen List-Vegas und der Sansibar hin und her zu pendeln, hat die Insel nicht richtig kennengelernt. Deshalb hat er einen Reiseführer geschrieben, in denen nicht Wellness, Bars und Restaurants im Vordergrund spielen, sondern die Natur. Die Nordtour begleitet Lothar Koch auf einer Fahrradtour, die er auch in seinem Buch vorschlägt. Von der Braderuper Heide im Osten der Insel geht es an die Westküste nach Wenningstedt und von da aus in den Norden nach Kampen. Außerdem geht es zu einer kleinen Reise in die Vergangenheit. Wer weiß schon, dass Sylt bereits vor mehreren Tausend Jahren von Menschen bewohnt wurde? Eine Tour zwischen alten Friesenhäusern, geschützter Dünenlandschaft und idyllischer Heide.

Die Stationen:

Braderuper Heide:

Die Braderuper Heide ist ein Naturschutzgebiet auf 180 Hektar Fläche. Die Landschaft ist geprägt durch eine Geest-Heidelandschaft mit malerischem Wattblick. Seit 1979 steht die Braderuper Heide unter Naturschutz. Radfahrer können zwar durch die wenigen Gassen Braderups fahren, die von imposanten Reetdach-Häusern gesäumt sind, die Braderuper Heide selbst kann man allerdings nur zu Fuß erwandern.

Wer mehr über die Umwelt und die Naturschutzgebiete der Insel erfahren möchte, kann in Braderup das nahe gelegene Naturzentrum der Naturschutzgemeinschaft Sylt e. V. besuchen: Naturschutzgemeinschaft Sylt e. V.

M.-T. Buchholz-Stich 10aÖffnungszeiten:

April – Oktober: montags bis samstags von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Denghoog:

Das etwa fünfeinhalb Tausend Jahre alte Denghoog ist eines der bedeutendsten Hünengräber Nordeuropas. Es wird auch als Pyramide des Nordens bezeichnet, weil die Menschen der Jungsteinzeit hier tonnenschwere Findlinge aufeinandersetzten. Dabei richteten sie die Graböffnung so aus, dass zur Wintersonnenwende das Licht durch die enge Graböffnung auf den Spiegelstein im Innern der Grabkammer fällt. Der Denghoog befindet sich in Wenningstedt neben der Kirche und kann zwischen April und Oktober besichtigt werden.

Geöffnet ist er samstags, sonntags und an den Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr sowie im Winter nach Absprache mit dem Heimatverein Söl’ring Foriining:

Söl’ring Foriining

Kliffkieker:

Wo heute das Restaurant Kliffkieker am Wenningstedter Kliff steht, stand 1919 ursprünglich das Strand-Café. Die Sturmfluten spülten immer mehr von dem Kliff fort, so dass zunächst das Strand- Café und später in den 1980er- Jahren auch der Kliffkieker vom Absturz bedroht waren. Mit Küstenschutzmaßnahmen wie Sandvorspülungen und Bepflanzung des Kliffs hat man mittlerweile den weiteren Abbruch des Kliffs stoppen können. Im Kliffkieker finden sich viele alte Fotos und Zeitungsartikel über die Geschichte des Standorts am Wenningstedter Kliff.

Kliffkieker, Strandstraße 28, Wenningstedt

Tel. (0 46 51) 4 28 31
E-Mail: info@kliffkiekersylt.de

Das Buch:

Der Reiseführer „NATÜRLICH SYLT“ von Lothar Koch kostet 22,90 EuroNatürlich Sylt: Der Natur-Erlebnisführer von Lothar Koch

Geschichte, Ökologie und Schutzgebiete der Insel Tourenvorschläge für Radfahrer und Wanderer
Mit über 120 Fotos und Karten / 248 Seiten / Flexocover Feldhaus Verlag Hamburg
Preis: 22,90 Euro
April 2012
ISBN 978-3-88264-531-6

 

Überfischung der Nordsee: Lösungsansätze

Wie ich in “Natürlich Sylt” ausführe, kommen die Fischbestände in Nordsee und Nordatlantik immer mehr an ihre Grenze. Zudem verursacht die Fischerei erhebliche ökologische Probleme durch Zerstörung des Meeresbodens und den Rückwurf von grossen Mengen an Beifang.
Zwei TV-Beiträge auf 3Sat zeigen Ansätze, wie die Problematik gemildert werden könnte:

Sanfterer Schollenfang mit der Enterprise
Fischereikontrolle über Bordkamera

Lothar Koch

Neuer Naturerlebnisführer jetzt lieferbar!

Am 31.3. wurde in der Buchhandlung Klaumann unter Beisein des Verlegers Hendrik Asmus und dem Geschäftsführer der Sylt Marketing Gesellschaft Moritz Luft das Buch von Lothar Koch der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 


Zum Sylt -TV-Buchgewinnspiel

Hier seine Rede zur Buchpräsentation:

Ansprache von Lothar Koch zur Buchpräsentation „Natürlich Sylt“
in der Badebuchhandlung Klaumann,

Westerland der 31.3.2012

 

Liebe Freunde und Bekannte, sehr verehrte Damen und Herren,
lieber Buchhändler Rolf Klaumann,

Ich möchte mich ganz herzlich bei Dir und deinem Team dafür bedanken, das Du der Einladung des Feldhaus Verlages zur Buchpräsentation von Natürlich Sylt hier den richtigen Rahmen mit deiner Buchhandlung verleihst. Und Ihnen allen natürlich auch, für ihr Interesse an meinem Buch.

Wo könnte man besser die Geburt eines neuen Syltbuches begehen, als in diesem literarischen Kreißsaal einer Sylter Badebuchhandlung? Gleicht nicht die anheimelnde Enge zwischen Hunderten von Büchern einer Gebärmutter kurz vor der Niederkunft?

Ich habe es als Kind immer besonders urgemütlich gefunden,  in unserer kleinen Inselbuchhandlung Koch, dem Laden meiner Eltern auf Juist. Dort wuchs ich quasi hinter dem Vorhang auf, der mich nur optisch aber nicht akustisch vom Gewusel der Kunden, einer Geruchsmischung aus feuchtem Friesennerz, Büchern und Sonnenmilch und den Verkaufsgesprächen trennte. Ich habe also die Atmosphäre von Buchhandlungen und Büchern mit der Muttermilch aufgesogen, sodass es sich für mich hier wirklich wie zu Hause anfühlt.

Und es geht ja nichts über natürliche Hausgeburten!

Lasst uns später genauer auf das Baby schauen, auf das hier nach langer Reifezeit nun das Licht der Welt fällt. Ich kenne es so, in dieser leibhaftigen Buch-Form auch erst seit wenigen Stunden es liegt wirklich absolut druckfrisch vor uns: Ein vielseitiges, buntes und hoffentlich liebens- und lesenswertes Geschöpf, das von dieser kleinen Buchhandlung wie geschnitten Brot hinaus in die Welt gehen möge. Das wünsche ich in erster Linie dem Verlag, weil der ja die Produktion mit nicht unerheblichen Mitteln finanziert hat, aber auch besonders allen kleineren Buchläden wie diesem, die ja vom Verkauf einzelner Bücher leben und es, seit Amazon und Co, bestimmt nicht leichter haben. Das sagt jedenfalls mein Bruder und der muss es wissen, denn er führt inzwischen die kleine Buchhandlung meiner Eltern auf Juist weiter. (Er wird von diesem Sylter Reisebuch nicht wirklich profitieren können, schliesslich gibt es ja inzwischen einen gesunden Wettstreit zwischen den Inseln, welche die umweltfreundlichere Urlaubsdestination ist. Als autofreie Insel hat Juist in Sachen CO2- und Energieeinsparung und Umweltimage deutlich die Nase vorn, noch…. :-)
Ja, und für mich selbst und für die Sache Sylt-Natur erleben/Sylt-Natur schützen wünsche ich es mir natürlich auch!

Neben mir als Schöpfer des Buches, gibt es freilich eine ganze Reihe von Schwangerschaftsberatern, Hebammen und sonstigen Geburtshelfern, die zum Gelingen dieses Sprösslings und seinem weiteren Lebensweg beigetragen haben und beitragen werden:

Da möchte ich zunächst mal den Fotografen/Innen danken:
Für das wunderbare Titelbild meiner Freundin Frauke Timm aus Kiel,

für viele beeindruckende Aufnahmen aus der Sylter Vogelwelt meinem Freund und  Sylter Augenarzt Thomas Luther,
Meinem langjährigen Biologen-Kollegen Rainer Borcherding stellvtr. für weitere Naturschutzwarte der SW: Malte Hoffmann, Ulrich Holst, Alexis Kivi, Toni Lück, und Stefan Menzel. Sie haben Aufnahmen aus Ihrer täglichen Naturschutzarbeit bereitgestellt.

Ebenso meinem bayrischen Weltenbummler-Freund Frank Hitzig, für den einen gelungenen Schnappschuss auf seiner Lieblingsinsel Sylt.

Ich freue mich, dass Wolf Wichmann eigens mit seiner Partnerin zu dieser Buchpräsentation angereist ist. Er ist einer der Chef-Taucher von Greenpeace. Ihm und  Ari Friedlaender dem international bekannten Walforscher von IFAW und  Cornelius Nelo dem Robbenexperten unter den Fotografen sei herzlicher Dank und grosse Anerkennung für hochprofessionelle Tierfotografie gezollt. Dabei will ich meine Freunde die den Kontakt zu manchen Fotografen herstellten nicht unerwähnt lassen: Ralf Sonntag, den Direktor von IFAW Deutschland und die Ex-Sylterin und Greenpeacekampaignerin Iris Menn sowie den Ornithologen der SW Klaus Günther.

Den bekannten Künstlern unter den Fotografen Peter Bialobrzeski aus Hamburg und meinem Freund Hans Jessel von Sylt danke ich für die Ehre ihre Bilder mit im Buch haben zu dürfen. Den Sylter Foto-Profis Brian Bojsen und Volker Frenzel  gebührt ebensolcher Dank für deren besonders eindrucksvolle Aufnahmen, gemeint ist die sagenhafte Syltwelle und das Dokumentarfoto von der Pallas. Herzlichen Dank auch dem Sylter Lars Rohde von der Firma Inselgrün für das wundervolle und akribisch erstellte Kartenwerk.

Nun zum Buch-Text:

Hans Jessel und Silke von Bremen sind mitverantwortlich, dass das Buch überhaupt entstanden ist. Weil ich 1994 am grossen Syltbuch mitschrieb, lernte ich über die beiden vor 15 Jahren einen Verleger kennen, der mir den Anstoss gab, doch mal ein naturorientiertes Sylt-Taschenbuch zu erstellen. Es wurde letztendlich aus verschiedenen Gründen damals nichts daraus, aber ein weitgehendes Manuskript entstand im Jahre 1997- es trug damals schon den Arbeitstitel „natürlich Sylt“.

Vor ziemlich genau einem Jahr nahm ich diesen Faden wieder auf, nicht zuletzt auch deshalb, weil ich das Gefühl hatte, das das Thema Sylt-Naturschutz mal wieder einen deutlicheren Anstoss in der öffentlichen Wahrnehmung gebrauchen könnte. Also etwas Nachhaltigeres als es Leserbriefe vermögen, die ich gelegentlich zu aktuellen Sylter Umweltproblemen schreibe. Ich radelte alle Sylter Strecken nochmal ab und aktualisierte das Manuskript um die Eindrücke und Entwicklungen der letzten 15 Jahre. Zum Abschluss erhielt ich Anregungen und Tipps von Experten, vor allem zu den Themen Fischerei, Frühgeschichte und Geologie. Dafür gilt mein Dank:

Dr. Iris Menn, Prof. Joachim Reichstein und Dr. Ekkehard Klatt

Wenn alles für eine Er-Zeugung bereit ist, muss es natürlich auch zur Hochzeit mit einem Verlag kommen.

Die von Sylt stammende Journalistin Stefanie Wilke war es, die  im letzten August die Verbindung mit dem Hamburger Feldhaus-Verlag arrangierte. Dafür, deine Freundschaft und weitere Unterstützung sei dir herzlich gedankt, Steffi. Für mich bist du die Patentante des Buch-Babies.

Als Patenonkel hat sich das kleine Buch keinen geringeren als Moritz Luft, den Geschäftsführer der Sylt Marketing Gesellschaft ausgesucht. Ihm und seinem Team sei jetzt schon für die weitere Unterstützung des Heranwachsenden „Sylt-Botschafters für die Naturinsel Sylt“ gedankt. Eine ehrlich gemeinte und glaubhafte Verknüpfung von Umweltschutz und Tourismus auf Sylt, kann nur eine Win-win Situation ergeben, also etwas von dem beide Seiten, nämlich der Sylter Tourismus und die Sylter Natur profitieren können.

Unser vielseitiger Stammhalter wäre in seiner ganzen Pracht natürlich völlig undenkbar ohne den Verleger Hendrik Asmus und seine Mitarbeiter von Feldhaus. Lieber Hendrik, Dir herzlichen Dank für den Mut und das Vertrauen, in der zunehmend digital geprägten Welt, weiterhin das unternehmerische Wagnis zur Produktion von hochwertig gedruckten Büchern einzugehen und für die tolle Zusammenarbeit im letzten halben Jahr. Das Buch hat in Layout, Druck und Verarbeitung meine Erwartungen weit übertroffen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das vor allem auch ein Verdienst deines Mitarbeiters Alexandro Doulis. Für den Input bei der Buchgestaltung gebührt unser Dank natürlich auch der inzwischen preisgekrönten  „in medias.red.“ Agentur vom natürlichSylt Magazin der SMG.

 

Lieber Hendrik,

Danke, dass du keine Produktions-Kosten gescheut hast. Dank auch deinem guten Team, das sowohl die Buchproduktion, als auch diese Geburts-Veranstaltung möglich gemacht hat: Sabine Schmidt-Kruse, Stefanie Wilke und Alexandros Doulis.

Schliesslich Danke ich meiner Frau Anja für die wunderbare Unterstützung bei dem Gesamtprojekt,  das nicht selten meine ungeteilte Aufmerksamkeit beanspruchte, sogar im Urlaub.

Und damit Sie verstehen, weshalb für mich die Metapher einer Geburt bei dieser Buchpräsentation so nahe liegt, widme ich das Buch heute Lotta.

Lotta ist eine Sylterin, die zwar hier, aber noch nicht ganz da ist. Sie kommt voraussichtlich in den nächsten 48 Stunden, oder so, durch meine Nichte Bente zur Welt.

Sie gehört zur nächsten Generation von Sylter Kindern, denen ich wünsche, in einer ebenso natürlichen und intakten Nordseenatur aufwachsen zu dürfen, wie ich es als Kind erleben konnte. Um das zu gewährleisten, wird bei Tourismus, Wirtschaft und Politik bis hin zur Gastronomie (denken Sie nur an das Problem der Überfischung) und letztendlich jedem einzelnen Sylter und Sylturlauber noch einiges mehr an umweltbewusstem Verhalten erforderlich sein. Und ich selbst will mich da gar nicht ausnehmen.

In diesem Sinne wünsche ich mir, daß mein Naturerlebnisführer zur tieferen Entdeckung, Wertschätzung und zur Bewahrung unserer wundervollen Nordsee- und Inselnatur beitragen wird.

Herzlichen Dank!

Artikelfoto: Hans Jessel
Mehr zum Erlebnisführer hier:

www.natuerlich-sylt.com