Das kanarische „Oster-Ei“: Neuerscheinung auf La Gomera: Bildband & Lesebuch- Die Insel der Delfine

Heute mal etwas Schönes zu einer anderen wunderbaren Insel: La Gomera, die Zweitkleinste der Kanaren:

Buchtitel

Die Neuerscheinung aus Lothar Koch´s ClarityVerlag

 

 

NEUERSCHEINUNG 

Bildband und Forscher-Geschichten von La Gomera
Die Insel der Delfine – Begegnungen auf dem Meer vor La Gomera
vom Meeresbiologen und Walexperten  Fabian Ritter
mit einem Vorwort von Lothar Koch
Der Atlantik um die kleine kanarische Insel La Gomera gilt als eines der artenreichsten Meeresgebiete für Wale und Delfine (Cetaceen) und ist gleichzeitig einer der besten Plätze weltweit, wo man diese faszinierenden Meeressäuger in ihrem natürlichen Lebensraum begegnen kann.
Der Meeresbiologe Fabian Ritter hat nun in einem wunderschönen Bildband die eindrucksvollsten Erlebnisse und Fotografien aus zwei Jahrzehnten Forschungs- und Bildungstätigkeit auf den Kanaren veröffentlicht. Auf über 100 Seiten eröffnet sich Leser*innen und Betrachter*innen die Welt der Wale und Delfine vor La Gomera. Der Autor ist Verhaltensforscher und Walexperte, dementsprechend wird das Buch von der langjährigen Erfahrung mit den Tieren gespeist. Ritter schreibt jedoch nicht im Wissenschaftsstil, sondern erzählt von seinen ganz persönlichen „magischen Momenten“ auf dem Atlantik, bei denen er nicht selten Auge in Auge mit den “Giganten und Akrobaten des Meeres” war.
Fabian Ritter illustriert seine spannenden und interessanten Forschergeschichten mit über 240 Fotos. Dazu gehören fantastische Portraits einzelner Tiere, Darstellungen seltener Verhaltensweisen und immer wieder einfach wunderschön anmutende Fotografien von springenden Delfinen, majestätischen Walen sowie faszinierende Landschaftsaufnahmen La Gomeras.
Ritter kam 1995 als junger Mann auf die kanarische Insel, um Daten für seine Diplomarbeit über Wale zu sammeln. Gleich im ersten Jahr gelangen ihm spektakuläre Unterwasser-Aufnahmen von Schnabelwalen: Die bis heute einzigen Fotos, die ein säugendes Schnabelwal-Kalb dieser scheuen Art zeigen.
Ritter führte  die ersten Forschungen an Walen und Delfinen vor La Gomera durch. Dies mündete auch in der Gründung des gemeinnützigen Vereins M.E.E.R., dessen Vorsitzender er ist. M.E.E.R. setzt sich seit 1998 für den Schutz des Meeres ein und leistet dabei immer wieder Pionierarbeit.(www.m-e-e-r.org)
Vor diesem Hintergrund ist es nur konsequent, dass Ritter in „Die Insel der Delfine“ auch nachdenklich Töne anschlägt und darauf hinweist wie wichtig es heute ist, die Meere besser zu schützen. Er versäumt auch nicht in drei speziellen Exkursen neue Konzepte anklingen zu lassen, die sich aus der aktuellen Forschung ergeben: Haben Delfine und Wale Persönlichkeit, Selbstbewusstsein, ja sogar Kultur? Sind sie uns vielleicht ähnlicher, als wir das bisher vermutet haben? Und wenn ja: Was bedeutet das für unseren Umgang mit diesen faszinierenden Tieren?
Inzwischen ist Meeresbiologe Ritter zu einem der engagiertesten Walschützer Europas geworden. International setzt er sich mit M.E.E.R. für die Meeressäuger ein. Außerdem ist er als Campaigner für Whale and Dolphin Conservation (WDC) in nationalen und internationalen Gremien tätig. Darüber hinaus betreut er bei der Internationalen Walfang Kommission (IWC) die Datenbank zur Erfassung von Kollisionen zwischen Schiffen und Walen. Der Insel La Gomera ist er stets treu geblieben, dort leitet er jährlich Praktikumskurse für Studenten und treibt zusammen mit dem M.E.E.R.-Team das inzwischen preisgekrönte Projekt MEER La Gomera voran.
Der Zusammenklang von Forschungswissen aus erster Hand, den atemberaubenden Fotografien und der Begeisterung eines Biologen, der mit ganzem Herzen bei seiner Arbeit ist, lässt den Leser während der Lektüre selbst zum begeisterten Walbeobachter werden!
Konsequent erscheint auch die umweltfreundliche Produktion (FSC zertifiziertes Papier, mineralölfreie Druckfarben und CO2-neutraler Druck) dieses Bild- und Erzählbandes. Zudem fließt 1.- € pro verkauftem Buch in die Arbeit des gemeinnützigen Vereins M.E.E.R.
Die Insel der Delfine- Begegnungen auf dem Meer vor La Gomera
von Fabian Ritter
mit einem Vorwort von Lothar Koch
 gebunden, Großformat 29,7 x 21 x 1,3 cm
Seiten: 107
Abbildungen: 246, vierfarbig
Preis: 19,95 Euro
Erscheinungsdatum: 21.02.2018
ISBN 9783947274062
Jetzt direkt zu bestellen unter www.syltopia.de, www.clarityverlag.de, oder über jede Buchhandlung in Deutschland.
ClarityVerlag, Sylt
Germany
0049/4651201088
Auf den Kanaren ist das Buch zur Zeit nur im Valle Gran Rey auf La Gomera verfügbar. (El Fotograf, Oceano, Club del Mar, Bioladen Ansiria, Ökotors, Timah, Finca Argayall).
Kontakt zum Autor Fabian Ritter für Interviews und Lesungen:
meer.ritter@web.de
Tel: derzeit auf La Gomera: +34 64210 2482 (auf Gomera nur noch bis 4.4.)
Text auf der Buchrückseite:
 Drei Meilen vor La Gomera
»Weit entfernt der Insel dümpeln wir ruhig auf dem sattblauen Atlantik, um uns herum eine spritzig spielende Delfinschule oder lässig treibende Pilotwale, deren Atemgeräusche rund um das Boot von den Geheimnissen der Tiefe erzählen. Dann der Blick zurück auf das Eiland, das wie eine Fata Morgana mächtig aus dem Dunst aufragt. Seine vulkanischen Felsformationen ähneln von hier aus den Rückenfinnen von Walen und Delfinen. Als wären die herausragenden Basaltgrate eine Jahrmillionen alte Prophezeiung, dass La Gomera die Insel der Delfine ist.«               
Aus dem Vorwort des sylter Biologen und Walschützers  Lothar Koch
Der Sylter Autor und Biologe Lothar Koch ist bekannt für seine Engagement im Nordsee-Wal-Schutz..
Der Meeresbiologe Fabian Ritter 
studiert seit über 25 Jahren Wale und Delfine in der freien Wildbahn. Sein Hauptaugenmerk gilt dabei den Gewässern der kleinen Kanareninsel La Gomera, die eine unvergleichliche Vielfalt an Delfinen und Walen beherbergen. Mit eindrucksvollen Bildern und viel Sachkenntnis, aber auch mit dem poetischen Blick eines Naturliebhabers spricht dieser Bildband aus dem Herzen eines Biologen – voller Begeisterung für das Meer und seine Bewohner.
 

Tausende tote Schweinswale & Delfine – EU Gesetze werden nicht umgesetzt

 

 

Kampen 2.6.2015 Gabi Vogt

Foto: Gabi Vogt

München, 16.11.2017: Die Wal- und Delfinschutzorganisation WDC hat die Umsetzung der EU-Regulation gegen Beifang untersucht und kritisiert scharf, dass sie von den meisten Ländern ignoriert wird. In der kommenden Woche soll bei einer Abstimmung im EU-Parlament die bestehende Regulation sogar noch weiter abgeschwächt werden. Beifang ist die größte Gefahr für Wale und Delfine – jedes Jahr sterben weltweit Hunderttausende Meeressäuger qualvoll in Fischernetzen.

 Besonders heikel ist, dass die EU-Abstimmung von Spanien geleitet wird – dem Land mit der größten Fischereiflotte Europas. Spanien hat bisher keinerlei Maßnahmen in die Wege geleitet, um Beifang zu melden, zu überwachen oder zu vermeiden. Nun schlägt die EU-Fischereikommission im aktuellen Textentwurf sogar vor, die Schutzmechanismen für Wale, Delfine und Schweinswale in den Gewässern rund um Spanien gänzlich aufzuheben, obwohl die Beifangzahlen in diesem Gebiet dramatisch hoch sind.

 WDC veröffentlicht heute einen Bericht, in dem die Umsetzung der EC Regulation 812/2004 nach Ländern aufgeschlüsselt wird (siehe Anhang). WDC-Forscher haben dazu die Daten von 15 EU-Mitgliedsstaaten aus den Jahren 2006–2014 analysiert, die im Nordostatlantik, der Nordsee und der Ostsee Fischfang betreiben. Bei der Auswertung schneidet Spanien zusammen mit Finnland und Schweden besonders schlecht ab. Der einzige EU-Mitgliedsstaat, der die Regulation gut umgesetzt hat, ist das Vereinigte Königreich.

 Noch immer sterben jährlich Tausende von Walen, Delfinen und Schweinswalen als Beifang in den Gewässern rund um die britischen Inseln. Auch in der deutschen Nord- und Ostsee verenden jedes Jahr Hunderte Schweinswale. Die Meeressäuger verfangen sich in Netzen oder Leinen und können nicht mehr an die Oberfläche schwimmen, um zu atmen. Im Kampf ums Überleben ziehen sie sich tiefe Wunden und gebrochene Knochen zu, viele ersticken schließlich qualvoll unter Wasser.

 „Es gibt kaum eine Tierart in Deutschland, die auf dem Papier besser geschützt ist als der Schweinswal. Allein die mangelhafte Umsetzung der rechtlich verbindlichen EU Regulationen macht alle theoretischen Schutzbemühungen zunichte“, so Fabian Ritter, Meeresschutzexperte bei WDC.

 Der WDC-Bericht zeigt, dass die meisten EU-Mitgliedsstaaten Beifang als Bedrohung für Wale und Delfine nicht ernst nehmen und die bestehende Gesetzgebung zu schwach ist, um Meeressäuger effektiv zu schützen. Mehr als ein Jahrzehnt nach der Einführung der Regulation gibt es noch viele Unklarheiten in Bezug auf Populationsgrößen sowie inadäquate Maßnahmen zur Überwachung und Vermeidung von Beifang (wie beispielsweise den Einsatz akustischen Scheuchvorrichtungen oder räumlichen Maßnahmen wie Fischereiausschluss aus Schutzgebieten). Die tatsächliche Zahl der Beifang-Opfer ist vermutlich weitaus höher als bisher bekannt. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Populationen und Individuen in europäischen Gewässern.

WDC fordert, bei der Abstimmung im EU-Parlament die Maßnahmen zur Einschränkung von Beifang zu stärken, anstatt sie sogar noch aufzuweichen. Die schockierenden Daten von unabhängigen Experten sowie der EU-Kommission selbst zeigen das Ausmaß des Beifangs deutlich: die derzeitigen Empfehlungen zur Überwachung und Eindämmung von Beifang erfüllen nicht ihren Zweck. Eigentlich sollten EU-Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet werden, die Regulation entsprechend umzusetzen und strengere Maßnahmen zur Reduzierung von Beifang zu ergreifen. Sonst ist zu befürchten, dass die Zahl der Beifang-Opfer in den nächsten Jahren noch weiter ansteigt. „Dies wäre eine Katastrophe für den Meeresschutz in Europa und ein echtes Armutszeugnis für die EU Umweltgesetzgebung. Vor allem aber würde es das unsägliche Leid der Delfine und Wale in europäischen Gewässern verlängern. Dies dürfen wir auf keinen Fall zulassen!“, so Ritter weiter.

Michaela Harfst, WDC

Mexiko, Neuseeland und Deutschland werden ihrer Verantwortung für aussterbende Walarten nicht gerecht.

Interview zur aktuellen Walausstellung in der Arche Wattenmeer/Hörnum auf Sylt

Hörnum/Sylt
Der Biologe und sylter Natur-Reporter Lothar Koch führt ein Interview mit dem Walforscher Dr. Fabian Ritter, Leiter der Meeresschutzgebiets-Kampagne des WDC (Whale and Dolphin Conservation). 
WDC ist die weltweit führende gemeinnützige Organisation zum Schutz von Walen und Delfinen.

Fabian Walexperte Fabian Ritter (WDC): "Der Sylter "Wal-Pfad" ist eine vorbildhafte Öffentlichkeitsarbeit für den Meeresschutz".

Walexperte Fabian Ritter (WDC): “Der Sylter “Wal-Pfad” ist eine vorbildhafte Öffentlichkeitsarbeit für den Meeresschutz”.

L.Koch: Herr Ritter, Sie kommen gerade von der jährlichen Konferenz des Wissenschaftskommitees  der IWC  (Internationalen Walfangkommission) aus Slowenien nach Sylt um eine Ausstellung zum Walschutz zu präsentieren. Welche Wal-und Delfinarten sind denn weltweit am meisten gefährdet.

 F. Ritter: Vaquitas, Nördlicher Glattwal (Nordkaper), Maui-Delfin und leider auch der Schweinswal in der zentralen Ostsee führen die Liste der akut vom Aussterben bedrohten Waltiere an.

Vaquita, auch kalifornischer Schweinswal genannt, stirbt gerade  wegen einer mexikanischen Fischerei-”mafia”. Es gibt vermutlich nur noch weniger als 30 Tiere in der Sea of Cortez, Teilgebiet der Baja California. Die mexikanische Regierung hat auf die Warnungen der vergangenen zwanzig Jahre viel zu spät reagiert. Die Tiere sterben dort in den Stellnetzen, die für den Totoaba ausgesetzt werden, einem Fisch dessen Schwimmblase auf dem chinesischen Markt hohe Summen erwirtschaftet.

L.Koch: Können wir Deutschen denn mit erhobenem Zeige-Finger auf die Mexikaner deuten?

 F. Ritter:

Nein, das steht uns nicht zu, denn unserem Ostseeschweinswal geht es ja ganz ähnlich. Schätzungen besagen es gibt gerade mal noch 450 Tiere der eigenständigen Population in der zentralen Ostsee. Dennoch werden seitens des Bundes und der Länder nur halbherzige Massnahmen ergriffen. Auch hier ist die Fischerei mit Stellnetzen die Haupt-Todesursache. Ähnlich ist es bei den Nordseeschweinswalen, die zahlenmässig zwar noch recht gut dastehen. Aber es verenden in europäischen Gewesen jährlich nach wie vor viele Tausend der kleinen Wale in Stellnetzen. Dabei gibt es spezielle Gesetze und Schutzabkommen auf Bundes- und EU-Ebene, aber deren Umsetzung erfolgt lücken- bis mangelhaft.

 

 

Meeresschutzgebiete (Natura 2000-FFH) in Nord-und Ostsee

Meeresschutzgebiete (Natura 2000-FFH) in Nord-und Ostsee (Karte: Nabu)

 L.Koch: Schaut man auf die Karte der deutschen Meeresschutzgebiete, sieht das flächenhaft in Nord- und Ostsee doch ganz ordentlich aus.

 F. Ritter:

Schutzgebiete sind nur so gut, wie die Massnahmen, die dort ergriffen werden. Die Managementpläne für die Meeresschutzgebiete in der deutschen AWZ sind nach Auffassung der grossen Umweltschutzverbände und Walschutzorganisationen wie der WDC eine Farce.  Wir nennen sie „paper parks“, die eher einen Ausverkauf der Meere bedeuten, weil sie die brisantesten Gefährdungen dort nicht ausschliessen: Seismische Untersuchungenauf der Suche nach Erdöl und -gas, militärische Übungen und der Bau von Offshore-Windkraftanlagen. Fischerei bleibt aber auch dort das größte Problem. Sie wird nur uneffektiv eingeschränkt. Selbst der Grüne Landes-Umweltminister Habeck hat trotz fulminanter Ankündigungen in seiner Amtszeit nur eine laxe freiwillige Vereinbarung mit den deutschen Ostseefischern hinbekommen.

 

L.Koch: Was sind denn Ihre Forderungen an Bund und Land?

 F. Ritter:

Kategorischen Vorrang für Natur in Meeresschutzgebieten. Das heisst: Regulierung und Einschränkung der Fischerei sowie flächendeckende Einführung naturschonender Fischereitechnik, die ja im Prinzip bereits verfügbar sind. Tabu für schnellen und lärmenden Schiffsverkehr, Industrieansiedlung, Sprengung von Altlasten und militärische Übungen sowie Ressourcenabbau  in den sensiblen Gebieten. Generell muss weiter die Verschmutzung und Überdüngung der beiden Hausmeere durch die Landwirtschaft vermindert werden.

 

L.Koch: Wie bewerten Sie als weltweiter Kenner von Meeres-Schutzgebieten das Landes-Walschutzgebiet vor Sylt?

Das Schutzgebiet ist im Prinzip eine gute Sache, weil damit Schweinswale in Deutschland erstmals in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt wurden. Leider wurde bislang jedoch nur eine Maßnahme umgesetzt, die man als echte Schutzmassnahme bezeichnen könnte:  die Stellnetznetzhöhe wurde begrenzt – und das auch nur für deutsche Fischereifahrzeuge. Ansonsten kann ich keine Schutzwirkung erkennen, wenn man davon absieht, dass eine Errichtung von Industrieanlagen wie Windparks hier ausgeschlossen ist.

Dabei müsste das wichtige Kalbungs- und  Paarungsgebiet der heimischen Wale auch vor schnellen Flitzern und anderen Eingriffen geschützt werden. Sogar die Kennzeichnung des Gebietes in offiziellen Seekarten steht  auch nach siebzehnjährigem Bestehen noch aus.

 

L.Koch: Herr Ritter, Ich danke für das Gespräch.

Kontakt zu Fabian Ritter:

Fabian.Ritter@whales.org

01577-344 82 74

Lothar Koch, www.natuerlichsylt.net, Info@syltopia.de, Tel:04651/201088

 

 

Geschacher um Meeres-Schutzgebiete vor Sylt läuft heiss!

Berlin/Sylt

Heute sollte im Bundestag eigentlich die Entscheidung über eine mögliche Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes in Bezug auf  Meeresschutzgebiete in Nord-und Ostsee fallen. Betroffen sind auch die Gewässer vor Sylt.

Meeresschutzgebiete (Natura 2000-FFH) in Nord-und Ostsee

Meeresschutzgebiete (Natura 2000-FFH) in Nord-und Ostsee

Nun ist die Abstimmung auf nächste Woche vertagt worden, um zwischen den Interessengruppen noch “Deals” auszuschachern. Aus der Perspektive der großen Naturschutzverbände steht die Glaubwürdigkeit der deutschen Naturschutzpolitik aber generell auf dem Spiel.
„Die Entwertung des Schutzes der heute für die Natura 2000-Gebiete auf dem Meer anvisiert ist, könnte schon morgen für alle nationalen  Fauna-Flora-Habitat-Gebiete des Bundes gelten“, sagt Kim Detloff, Meeresexperte vom NABU.

Kim Detloffs, Meeresschutz-Experte vom NABU

Kim Detloff, Meeresschutz-Experte vom NABU

Bislang billigt das BNatschG. dem Bundes-Umweltministerium nach Ressortabstimmungen die letzte Entscheidung über Maßnahmen in ausgewiesenen Schutzgebieten zu. Mit der Einführung des geplanten § 57 soll sich das ändern: Die Ministerien für Wirtschaft, Landwirtschaft, Verkehr und Forschung sollen in § 57 eine „Einvernehmensregelung“ bekommen, die es ihnen ermöglicht, künftige Verordnungen und Schutzmaßnahmen über ein Vetorecht zu verhindern.
„Diese Änderung würde die Kompetenz des Bundesumweltministeriums unterhöhlen, behördliche Abstimmungsprozesse erschweren und das notwendige  Schutzgebietsmanagement nahezu unmöglich machen”, so Detloff.

Mit Offenen Briefen an die Bundeskanzlerin, Ausstellungen und Aktionen versuchen Nabu, Greenpeace, Schutzstation Wattenmeer, Whale and Dolphin Conservation (WCD) und weitere Verbände  derzeit in letzter Minute den Gesetzesentwurf, der bereits durch erste Lesungen gegangen ist, zu kippen. Hinter den Kulissen geht es dabei zu wie auf dem Bazar, nach dem Motto: “Ich geb beim Meeresschutz klein bei, wenn Du dafür Eingeständnisse beim Biotopschutz an Land machst.”

Selbst wenn es dem Bundesumweltministerium und den Verbänden gelingen sollte die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes in §57 zu verhindern, sind die Meeresschutzgebiete noch nicht in trockenen Tüchern und damit besonders Kleinwale, Hochseevögel und Bodentiere in Gefahr: Seit über einem Jahr wird hinter geschlossenen Türen über Verordnungsentwürfe für sechs Naturschutzgebiete in Nord- und Ostsee verhandelt, darunter auch das FFH-Gebiet Sylter Außenriff. Die Lobbyisten aus Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Forschung versuchen für den Fall eines Scheiterns mit § 57 bereits durch die Hintertür ihre Pfründe zu sichern, indem  sie gleichzeitig ein Vetorecht bei der Gestaltung einzelner Schutzgebiets-Managementpläne erwirken wollen.  Auf diese Verwaltungsprozesse haben die Umweltverbände jedoch kaum Einflussmöglichkeiten.

Meeresschützer Kim Detloff will die Hoffnung nicht aufgeben, daß Deutschland seine internationale Vorreiterrolle im Meeresschutz weiter behalten will.
“Wenn wir jetzt weiter Druck machen, kann die Entwertung der Vogel- und Walschutzgebiete vor Sylt vielleicht noch verhindert werden.”

Kontakt zu Kim Detloff, Meeresschutz-Experte des Naturschutzbund Deutschland (Nabu):
Tel: 030/2849841626, Kim.Detloff@NABU.de

Lothar Koch, www.natuerlichsylt.net, Info@syltopia.de, Tel:04651/201088

 

 

 

 

Natürlich Sylt Magazin Sommer 2017: TOP-Thema Sylter Wale

NasyPünktlich zur Internationalen Tourismusbörse ITB legte die Sylter Marketing Gesellschaft in Berlin vorige Woche das druckfrische Sommerheft 2017 des großformatigen Syltmagazins vor. Hier zum direkten anschauen/downloaden: natuerlich-sylt-sommer-2017

In zwei ganzseitigen, schön gestalteten Artikeln beleuchtet Jutta Vielberg, Redaktionsleiterin des Magazins, Geschichten über die sylter Wale und ihr Schutzgebiet.

Im ersten Beitrag geht es darum, wie das erste europäische Walschutzgebiet entstand und weshalb es ausgerechnet vor Sylt eingerichtet wurde. Der Sylter Biologe Lothar Koch erzählt über die Motivationen und Widerstände, die der Naturschutz zu überwinden hatte, bis Land und Insel bereit waren, die gefährdete Tierart und ihr Biotop flächendeckend in den Nationalpark und damit ins Weltnaturerbe Wattenmeer zu integrieren. Der Weg gelang, daß Sylt von einer Insel der Walfänger zu einer Insel des Walschutzes wurde.

Im zweiten Artikel wird der neue Wal-Pfad der Insel Sylt vorgestellt. Der im Entstehen befindliche Whale-Watching Trail dürfte einmalig in Europa sein. Inzwischen stehen 12 individuell gestaltete interaktive Infoelemente entlang des Sylter Weststrandes. Weitere zehn Einheiten, die über den Schutz von Walen, Robben, Vögeln und Küste erzählen, folgen in 2017.

Exemplare können bei der Sylter Marketing Gesellschaft (sylt.de) SMG bestellt werden oder sind in der alten Post Westerland erhältlich.

Kostenfrei nach Hause
Bestellen Sie Ihr kostenfreies Exemplar der Natürlich Sylt einfach per E-Mail unter info‎@‎sylt.de oder telefonisch unter 04651 / 82020. Die digitale Version finden Sie bald auf sylt.de. Und wenn Sie sich um Einzelbestellung nie wieder kümmern wollen: Das kostenfreie Abo landet immer pünktlich zur Neuerscheinung bei Ihnen im Briefkasten.

Wale, Delfine & Meeresschutz- Interview mit Lothar Koch

Interview mit dem NaturReporter Sylt zu
Wale vor Sylt und bei La Gomera. Heute Abend ab 20:00 Uhr ca 60 min. zu sehen und zu hören (24 Std. kostenlos freigeschaltet) im Online Kongress von Seglerin Monika Bubel:

https://www.youtube.com/watch?v=STKrM6OleGE

Freude bei Naturschützern und Touristikern: Sylter Wal-Lehrpfad geht in die zweite Runde

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Lothar Koch erklärt Umweltminister Robert Habeck Defizite beim Walschutzgebiet vor Sylt    (Foto: Joschka Knuth, Grüne)

 

 

 

 

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) teilte mir in diesen Tagen schriftlich mit, daß er die verbesserte Präsentation von Inhalten zum Walschutzgebiet vor Sylt sehr begrüßt.
„Ich halte das Projekt für sehr gelungen, da es für Einheimische und Besucher gleichermaßen verständlich, anschaulich und ansprechend die Themen Wal- und Trauerentenschutz,
Nationalpark, Weltnaturerbe, Klimaschutz und Sandvorspülungen als Küstenschutzmaßnahme darstellt“, so Habeck in dem Schreiben.

Im Nachgang zu seiner Bereisung der Insel Sylt im August, wo ich den Minister und den Landtagsabgeordneten Andreas Tietze über die neuen “Walstelen” direkt am Gebiet informieren konnte,
hat seine Abteilung im LKN (Landesamt für Nationalpark und Küsten-und Meeresschutz) Mittel und Wege ausgelotet, wie weitere interaktive Infoelemente finanziert werden könnten.
Darum hatten verschiedenen Institutionen und Naturschützer der Insel gebeten, da die neuen Infostelen begeistert von Bürgern und Urlaubern angenommen werden, aber aus Kostengründen bislang nur zwölf Strandübergänge mit Informationen zum Walschutzgebiet bereedert werden konnten.

„Aus verwaltungstechnischen Gründen ist es jedoch nicht möglich weitere Gelder aus dem Topf “Ausgleichsmittel für Sandentnahmen vor Westerland” zu ziehen“, heißt es aus dem Ministerium.
Auf Drängen des Ministers und Sylter Naturschützer hat das LKN aber andere Wege gefunden, mindestens zehn weitere Standorte auf Sylt mit neuen Waltafeln aus Projektgeldern zu finanzieren.

Zu diesem Zweck wird erneut die bewährte Expertengruppe aus Erlebniszentrum Sylt (Matthias Strasser), Schutzstation Wattenmeer (als freier Biologe Lothar Koch), Nationalparkamt (Matthias Kundy)
und der Firma NaturErleben aus Kiel zusammenkommen und in den nächsten Monaten weitere, ganz individuell gestaltete Infostelen für das Sylter Walschutzgebiet produzieren.

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Lothar Koch

Bald mehr „Augen“ zum Schutz von Strand und kleinen Walen!

 

Rettungsschwimmer als "Augen für Meeresschutz"

Rettungsschwimmer als “Augen für Meeresschutz”

Strandarbeiter und Rettungsschwimmer können jetzt auch “Augen für sylter Meeresschutz” sein. Naturschutzverbände schulen derzeit Mitarbeiter der Kurbetriebe.

Vieles, was am Weststrand in Sachen Natur- und Meeresschutz gemacht wird ist selbst den Strand-Mitarbeitern der Kurbetriebe nicht ganz klar. Weshalb werden ganz bestimmte Vogelarten registriert und Totfunde abgesammelt und andere nicht? Wann genau sollen Seehundjäger informiert werden? Und was hat es eigentlich genau mit dem Sylter Walschutzgebiet auf sich?

Die Idee, mehr Umwelt-Wissen und Zusammenhänge zwischen Strandpersonal und Naturschutzmitarbeitern zu vernetzen, kam im Arbeitskreis der Sylter  Naturschutzverbände auf und wurde umgehend umgesetzt. “Es fördert doch das Verständnis für unser Anliegen enorm, wenn Rettungsschwimmer, Strandkorbwärter und Kurkartenkontrolleure besser Bescheid wissen, was in ihrem Strandabschnitt an Meeres-und Strandschutzmaßnahmen wichtig sein könnte”, meint Margit Ludwig von der Naturschutzgemeinschaft Sylt.”

“Das macht wirklich Sinn”, so die Nationalpark-Rangerin Anne Schacht, “schließlich sitzen entlang des vierzig Kilometer langen Strandes ja über hundert Mitarbeiter der Kurbetriebe, die durchaus nebenbei ein “Umweltschutz-Auge” auf Strand und Meer haben könnten.”

Dennis Schaper von der Schutzstation Wattenmeer in Hörnum ergänzt: “Das erste europäische Walschutzgebiet, das sich über die Landes-Nordseegewässer vor Sylt und Amrum erstreckt ist immer noch wenig bekannt. Dabei sieht man gerade in diesen Tagen überall kleine Schweinswale mit ihren frischgeborenen Kälbern auftauchen. An den Stränden liegen verstärkt Seehundsheuler. Es wäre gut mit geschulten Helfern die Sichtungsdaten zu sammeln und Wale und Robben vor menschlichen Störungen aller Art zu schützen.”

„Die Strand-Mitarbeiter der Kurbetriebe könnten über das Schutzgebiet und seine Bewohner in Gesprächen mit interessierten Gästen fachkundig Auskunft geben, wenn Sie mehr darüber wüssten. Deshalb setzen wir gemeinsam mit den Kurbetrieben zwischen Hörnum und List in diesen Tagen eine Veranstaltungsreihe um, die der naturschutzfachlichen Schulung dient. Wir freuen uns sehr, daß wir bald mehr Augen für den Sylter Meeresschutz haben“, meint Walter Körnig, der Beauftragte des NABU in List.

Dabei soll es nicht nur um Meeressäuger gehen, sondern auch um verschiedene Projekte zum Thema Plastikmüll im Meer und die Kontrolle von Strandverschmutzungen. Die Verbände erhoffen sich von interessierten Kurbetriebsmitarbeitern schnelle Weiterleitung von Informationen, wenn besondere Sichtungen oder Funde von naturkundlicher oder umweltschutztechnischer Bedeutung gesichtet werden.

Die Kurbetriebe der Insel haben das Angebot der Naturschutzverbände sofort dankbar angenommen  und ihre Strand-Mitarbeiter für die Teilnahme an einer einstündigen Info- Veranstaltungen der Verbände freigestellt. Die Teilnahme an den Infoverantstaltungen und am Strand-Beobachtungsnetzwerk sind für die Mitarbeiter natürlich freiwillig.

 

Lothar Koch

für die Schutzstation Wattenmeer eV., die Naturschutzgemeinschaft Sylt e.V., den NABU, die sylter Nationalpark-Rangerin

 

Whalewatchertrail Sylt: Wo stehen eigentlich die Infos zum Walschutzgebiet?

die neuen interaktiven Infopulte

die neuen interaktiven Infopulte

 

Wie bereits in diesem Blog berichtet, stehen seit dem 21. März an 12 Strandübergängen und Promenaden neue Informations-Einheiten zum Walschutzgebiet. Sylt NaturReporter veröffentlicht hier erstmals die Standortliste. Besonders für Radler kann eine Tour zu allen Infopunkten ein interessanter und lehrreicher Ein-oder Zwei-Tagesausflug über die ganze Insel werden. Neben den Schweinswal-Infos erfährt der Besucher viel über Seehunde, Kegelrobben, Hochseevögel, Klimaschutz und Küstenschutz.

 

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Der beste sylter Natur-Radwanderführer

Der Ausflug läßt sich von Westerland aus in eine Nord-und Südtour teilen. Schauen Sie doch mal in meinen Natur-Radwanderführer “Natürlich Sylt”-dort finden Sie die besten Routen für Radler!

Hier die Liste der Info-Punkte und deren Hauptthemen:

Nordtour- Abschluss im “Erlebniszentrum Naturgewalten” in List/Hafen. Dort erwartet Sie eine tolle Ausstellung mit spannenden Filmen zu allen Meeressäugern und einer Life-Cam, über die Seehunde in Echtzeit bei jedem Wetter ganz nah beobachtet werden können.

  1. Westerland NordseeklinikGesundes Meer, gesundes Leben
    Ein Info-Pult.
  2. Wenningstedt, Seestraße: Meeressäuger im Nationalpark. Robben und Wale
    Ein Info-Pult.
  3. Wenningstedt, Berthin Bleegstr: Aus sylter Walfängern werden Walschützer.
    Ein Info-Pult auf der Aussichtsplattform.
  4. Kampen, Plattform Rotes Kliff: Klimaschutz ist Meeresschutz
    Ein Info-Pult. Nicht am Übergang sondern am Parkplatz der “Sturmhaube”
  5. List WeststrandübergangDas erste Walschutzgebiet Europas
    Ein Info-Pult direkt an der Strandtreppe
  6. List Ellenbogenberg: Freundliche Meeresbewohner Kleine Wale ganz nah.
    Wandern Sie ruhig mal hoch auf die Plattform. Dort wartet ein tolles Panorama auf Sie und eine grössere Info-Stele.

Südtour- Abschluss in der “Arche Wattenmeer” in Hörnum/Ortseingang. Dort erwartet Sie eine tolle Ausstellung der Schutzstation Wattenmeer mit Aquarien und Infos zu allen Meeressäugern.

  1. Westerland, Plattform Himmelsleiter: Meeressäuger und Meeresenten
    Es geht 100 Stufen hoch, aber der Blick lohnt sich. Auch auf das Info-Pult.
  2. Westerland Strandübergang Robbenweg: Whalewatching im Nationalpark
    Eine grössere Info-Stele direkt auf der Dünenkuppe am Meer.
  3. Rantum Hauptstrand: Schutz vor Unterwasserlärm
    Eine grössere Info-Stele direkt auf dem Panoramaplatz beim Restaurant “Strandmuschel”.

  4. Rantum Sansibar: Kinderstube der Kleinwale
    Ein Info-Pult.
  5. Hörnum Plattform Hauptstrand: Sylter Schweinswalforschung führte zum Walschutzgebiet
    Ein Info-Pult.
  6. Hörnum Odde, Ende Odde-Wai: Küstenschutz Im Nationalpark
    Den Oddewai in Richtung Strand gerade durch laufen. Dort kurz vor den Tetrapoden steht ein Info-Pult.

Neue Infoexponate für Sylt

Kampen auf Sylt, 23. März 2016

Videolink zum Event

Auf Sylt sind am Mittwoch (23.) neue interaktive Infoexponate eingeweiht worden. Sie

Wal-Infostele

Wal-Infostele

bieten Wissenswertes über Schweinswale und das Sylter Walschutzgebiet, über Trauerenten sowie über das für die Insel so wichtige Thema Küstenschutz, und sie sind Teil des Besucherinformationssystems (BIS) im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Aber ein besonderer Teil, handelt es sich doch um ein Kooperationsprojekt des Landesbetriebes Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), des Landschaftszweckverbandes Sylt und des Erlebniszentrums Naturgewalten Sylt samt seiner Partnerverbände, das als Teilkompensation für die Sandentnahmen für die jährlichen Sandvorspülungen finanziert wird. „Ein innovatives Modell und eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, so der Leiter des Geschäftsbereiches Küstenschutz und Häfen beim LKN Frank Barten bei der Feierstunde in Kampen.

Zehn von der Firma „NaturErleben“ aus Kiel konzipierte neue Elemente (acht Pulte und zwei Stelen) sind in den vergangenen Tagen an verschiedenen Standorten der Sylter Westküste installiert worden. Sie werden ergänzt durch zwei Prototypen, die bereits im vergangenen Jahr aufgebaut und seitdem erfolgreich auf Tauglichkeit getestet wurden.

Treibende Kräfte für das Vorhaben waren der Sylter Biologe Lothar Koch von der Schutzstation Wattenmeer und Matthias Strasser vom Erlebniszentrum Naturgewalten – aus der Überzeugung heraus, dass das 1999 eingerichtete Walschutzgebiet vor der Küste Sylts ein wichtiges Vorranggebiet für Meeressäuger und Hochseevögel ist, dessen Bedeutung auf Sylt bis dahin zu wenig hervorgehoben wurde. „Wir danken Lothar und Matthias ganz herzlich für ihre Beharrlichkeit, deren Erfolg wir jetzt vor Augen haben“, sagte Matthias Kundy aus der Nationalparkverwaltung und ergänzte: „Gäste, die vorher noch nichts von Schweinswalen wussten, können jetzt ihre Sinne schärfen und eigene Beobachtungen direkt mit Fachinformationen verknüpfen.“

Lothar Koch dankte für die Schließung von Informationslücken „direkt in der Ballungszone zwischen Walschutzgebiet und Touristenstrand“. Die unterschiedliche Ausführung jeder einzelnen Infostele machten dieses Projekt zu einem einzigartigen „Kleinwal-Lehrpfad“ an Europas Küsten, so Koch, und: „Dieser wird in den Köpfen der Betrachter einen attraktiven und wichtigen Beitrag zum Meeresschutz im Welterbe Wattenmeer leisten.“

DAS SYLTER WALSCHUTZGEBIET

Schweinswale stehen in Europa unter Naturschutz. Zum Schutz der Wale wurde 1999 als Teil des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ein Walschutzgebiet errichtet, denn hier ziehen viele Schweinswale ihre Kälber groß. Es umfasst eine Fläche von 1.240 Quadratkilometern und erstreckt sich vor den Inseln Sylt und Amrum nach Westen bis zur zwölf Seemeilen entfernten Landesgrenze.

Pressemitteilung des LKN/Nationalparkverwaltung/Heike Wells