Sylter zunehmend vom Aussterben bedroht!

Die Asklepios Nordseeklinik hat sich nach den Querelen im Sommer 2013 um die Personalführung und Entlohnung seiner Mitarbeiter auf Sylt erneut massiv unbeliebt gemacht:

Die einzige Geburtsstation der Insel wurde dort am 1. Januar 2014 geschlossen.

Die Klinik begründet diesen Schritt mit Qualitätsmängeln im Fachbereich, aber viele Experten sagen: Es geht nur um´s Geld. Mit ca 90 Geburten pro Jahr auf Sylt, liesse sich nicht genug verdienen.
Jetzt verklagen die Insulaner das Land Schleswig-Holstein, weil die Diskussionen mit der Klinik festgefahren sind. Wenn es nicht gelingt die Entscheidung rückgängig zu machen, wird es „waschechte“ Sylter in Zukunft nicht mehr geben.
Die Wählervereinigung „Insel-Liste Zukunft Sylt“ und gut 50 Sylter haben nun vor dem Verwaltungsgericht Schleswig Klage eingereicht. Ihr Ziel: Die Richter sollen das Land Schleswig-Holstein per einstweiliger Anordnung verpflichten, die Entbindungsstation wieder zu eröffnen. Schließlich sieht der Krankenhausplan des Landes für die Asklepios Nordseeklinik auch „Frauenheilkunde und Geburtshilfe“ vor.

Die Folge der Schliessung: Schwangere Sylterinnen – derzeit zwölf Frauen – müssen nun zwei Wochen vor dem Stichtag aufs Festland und im „Boardinghaus“ des Flensburger Krankenhauses auf die Geburt warten. Die Unterbringung zahlen die Kassen.

Die jungen Sylter Schwangeren sehen das nicht ein: „Das Land hat eine medizinische Vollversorgung sicherzustellen. Was ist, wenn Schwangere schulpflichtige Kinder haben und zwei Wochen vorher abreisen müssen? Das ist eine riesige logistische Herausforderung für Familien.“

Ausserdem giesst die Massnahme dem generellen „Abwanderungs-Problem“ der Insel, weiteres Öl ins Feuer. Junge Sylter werden es sich zweimal überlegen, ob sie auf Sylt bleiben wollen, wenn die Bedingungen für sie immer schlechter werden.

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