Beiträge

Kreis NF antwortet auf Grüne Anfrage zum Denghoog

Sina Chlorius, die Kreistagsabgeordnete der Grünen und Mitglied des Beirats des Nordfriisk Instituuts stellte eine Eilanfrage an Dieter Harrsen, den Landrat des Kreises Nordfriesland, zum Thema Gefährdung des Denghooges, jener 5000 jähre alten Ganggrabanlage auf Sylt, die durch ein Bauvorhaben gefährdet ist. 
Fazit:In Sachen Denghoog führt der Kreis das aus, was noch ausführlicher auf der Website des Landesamtes zu lesen ist: https://www.schleswig-holstein.de/…/arti…/denghoog_Sylt.html
Die Angelegenheit liegt also jetzt vor allem beim Archäologischen Landesamt, die die Macht hätten, den Bauantrag abzulehnen. Die warten noch auf ein Baugutachten, um die Auswirkungen zu ermessen. Da stellt sich die Frage, ob der Gutachter seriös und unabhängig genug ist (offenbar muss der Bauherr das Gutachten beibringen).
Zum Zweiten hat die Gemeinde Wenningstedt die Macht, das Wegerecht für KFZ auf ihrer Strasse endgültig zu versagen. Das könnte nach aktueller Rechtslage nur deren Bauausschuss in der nächsten Sitzung entscheiden. Damit sie sich dafür entscheidet, ist weiterhin öffentlicher Druck zum Schutz des überregional bedeutenden Monumentes auf die Gemeinde notwendig. Die Antwort des Kreises im Wortlaut findet ihr hier https://gruene-sylt.de/aktuelles/

Der Denghoog- 5000 Jahre altes Monument auf Sylt

Zum Thema Denghoog ist noch nichts entschieden

Etwas mehr Klarheit um das Thema „Denghoog“ ergab heute abend die Gemeinderatssitzung in Wenningstedt.

Links Denghoog, geradeaus altes Haus, das durch Neubau ersetzt werden soll.

Fazit: Durch die Beschlüsse der Gemeinde und durch verschiedene amtsrechtliche Winkelzüge ist bislang noch nichts hinreichend beschlossen worden, was als „grünes Licht“ für die Befahrung der Zufahrtstrasse zum Denghoog gedeutet werden könnte. Dies stellte die Justiziarin der Amtsgemeinde klar. Verwirrung war dadurch entstanden, dass in der vorhergehenden Gemeindesitzung ein Beschluss zur Verweigerung des Wegerechtes auf der gemeindeeigenen Zufahrt zum Denghoog beschlossen worden war, der jedoch von dem Gremium gar nicht hätte beschlossen werden dürfen. Zuständig und beschlussberechtigt sei allein der Bauausschuss der Gemeinde, aber nicht der Gemeinderat. Aus dem Grunde hatte die Bürgermeisterin Karin Fifeik Widerspruch gegen den Beschluss einlegen müssen.

Dieser Widerspruch wurde jedoch von der Opposition aus Zukunft und Bündnis Weningstedt als Zustimmung zur Genehmigungserteilung der Befahrenserlaubnis gewertet. Dies bestritt nun die Bürgermeisterin und ihre Partei, die aktiven Bürger. Auch sie seien für den Erhalt des Denghooges. Kai Müller von den aktiven Bürgern schlug vor, erst einmal einen runden Expertentisch zusammenzustellen, um bis zur kommenden Gemeinderatssitzung mehr Klarheit über alle Facetten des Problems zu bekommen. Die Opposition und auch die interessierten Bürger im Saal hätten sich jedoch vor allem ein starkes, klares Signal und Bekenntnis zum Schutz des Denghoogs ohne Wenn und Aber gewünscht. Es bleibt zu hoffen, dass das in den kommenden Sitzung noch klarer beschlossen wird.

Lothar Koch

Aktive Bürger von Wenningstedt zögern nicht, den Denghoog zu gefährden

In einer Art vorauseilendem Gehorsam will die Wählergemeinschaft „Aktive Bürger Wenningstedt“ mit einem Eilantrag, dem Bauherren des geplanten Neubaus neben dem Kulturdenkmal Denghoog offenbar unverzüglich eine Genehmigung für das Befahren der Strasse „Am Denghoog“ erteilen. So sollen rasch Fakten geschaffen werden, um den Weg für Baufahrzeuge und Schwerlastverkehr frei zu machen, um die Erstellung eines grossen Neubaus mit Keller unmittelbar neben dem 5000 Jahre alten Ganggrab zu ermöglichen.

Wintersonnenwende im Denghoog

Dagegen richtet sich seit Wochen der Zorn des Sylter Heimatvereins Sölring Foriining. Die Hüter des Denkmals befürchten Schäden an dem weit über Sylt hinaus bedeutenden steinzeitlichen Ritualplatz, der eine Touristenattraktion darstellt und den einheimischen Syltern nach wie vor als wichtige Stätte ihrer historischen Wurzeln gilt.

Die Rechtslage scheint kompliziert. Ein Bauantrag wurde bereits genehmigt, ohne dass das Landesamt für Archäologie deutliche Bedenken einräumte. Dort heisst es lapidar, man sei mit der Fülle von Kulturdenkmälern in Schleswig Holstein überlastet.

Um die Baustelle noch zu bremsen, sah die Sölring Foriining bislang die Verweigerung des Wegerechtes für Autoverkehr auf der gemeindeeigenen Zuwegung als Möglichkeit. Diese wollen die Aktiven Bürger Wenningstedts nun preisgeben, bevor es der Kreis ohnehin durchsetzen würde.

Welche Interessen bei den aktiven Bürgern dahinter stehen, die wichtigste Touristenattraktion voreilig zu gefährden und sich gegen die Besorgnis der Bürger und des Heimatvereins zu wenden bleibt rätselhaft. Die Gemeinderatssitzung am kommenden Montag soll Klarheit schaffen.

Bitte helfen Sie mit, den Denghoog vor Gefährdung zu schützen. Kommen Sie am kommenden Montag, 20. Mai zur Gemeinderatssitzung um 19 Uhr in den Kursaal im „Haus am Kliff“/Wenningstedt und zeigen Sie Flagge für den Erhalt des Denghoogs. Wenn Sie nicht persönlich erscheinen können, bitte die Petition zeichnen:.

Hier geht es zur Petition „Rettet den Denghoog: Bitte unterzeichen!

Naturreporter Sylt

 

 

Zwei Demos am Sylter Oster- Wochenende- bitte teilnehmen!

Am Ostersamstag rufen Unbekannte zu einem Fahrradflashmob vor dem Rathaus auf- vermutlich, um an die zügige Verbesserung des insularen Strassenverkehrs für Radfahrer zu erinnern. Um 15 Uhr lädt dann der Heimatverein zur Demo am Denghoog in Wenningstedt ein, um ein Zeichen gegen das rücksichtslose Bebauen der Dörfer zu setzen und die Aufmerksamkeit auf unser Kulturerbe zu legen.

Endlich: Der Heimatverein wird radikaler!

 Die Sylter beginnen umzudenken – Der Heimatverein Sölring Foriining will sich an die Spitze einer Bewegung gegen den bislang weitgehend ungezügelten Bauboom setzen und ruft zu einer   Kundgebung auf:

Über 5000 Jahre halten die Steine unter dem Hügel schon und bilden den Denghoog-eines der größten Ganggräber Deutschlands.
Das alte Haus unmittelbar hinter dem Denghoog soll einem grossen Neubau weichen
Durch diese Zuwegung soll der Schwerlastverkehr zur Baustelle erfolgen.

„UMDENKEN“ zum Schutz der Sylter Kultur- und Naturgüter anstelle ungezügelter Ausweisung von Bauland

Die Demo soll am Sonnabend den 20. April 2019 um 15 Uhr stattfinden. Ob es rein zufällig ist, dass am selben Tag um 13 Uhr Unbekannte zu einer Critical Mass (Fahrradflashmob) vor dem Rathaus Westerland aufrufen, ist der Redaktion nicht bekannt. Möglicherweise lassen sich die beiden Protestaktionen zwanglos verbinden.

In einer Pressemitteilung schreibt der Heimatverein zu seiner Aktion am Denghoog:    „Viele Sylter beginnen jetzt wirklich umzudenken und trauen sich, sich auch öffentlich für den Schutz unserer Insel einzusetzen. Unser Kampf zum Schutz des Steinzeitgrabes Denghoog in Wenningstedt scheint ein lange fehlendes Ventil geöffnet zu haben!“ Maren Jessen, stellvertretende Vorsitzende des Sylter Vereins Sölring Foriining, ist erleichtert: „Wer an der Insel hängt und sie nicht weiter dem kommerziellen Ausverkauf Preis geben möchte, kann sich jetzt positionieren. Für Kar-Sonnabend laden wir alle, deren Herz an Sylt hängt, zu einer gemeinsamen Kundgebung ein, die am Steinzeitgrab Denghoog beginnt und durch Wenningstedt führen wird.“ 

Die Kundgebung unter der Überschrift „Umdenken“ ist in den Kampf um den Schutz des Steinzeitgrabes Denghoog eingebettet. Ein geplantes Bauprojekt in Wenningstedt auf Sylt macht den Heimatverein der 

Insel zum Spielball der staatlichen Institutionen. Das führt zu immer vehementeren Protesten der Insulaner gegen die Politik und zu der Forderung, Sylt nicht weiter dem Kommerz zu opfern. 

Neben dem Steinzeitgrab Denghoog in Wenningstedt, eine monumentale Grabanlage aus der Steinzeit von internationalem archäologischem Wert, ist ein Neubau geplant. 

Aus einem kleinen Nachbarhäuschen soll ein Gebäude mit vier unterkellerten Wohnungen und acht Parkplätzen entstehen. Da die oberirdische Fläche nur 290 Quadratmeter betragen darf, baut der Investor unterirdisch – und damit in gefährlicher Nähe der Tragsteine des Steinzeitgrabes. Würden diese durch die Erschütterung der Baumaßnahme oder dem Abtrag des Erdreiches ins Wanken geraten, könnte der 12 Tonnen schwere Deckstein abstürzen. Und damit das Steinzeitgrab, das jährlich von mehren zahntausenden Besuchern besichtigt wird, unwiederbringlich zerstören. 

Unterirdisch – wie neben dem Denghoog geplant – zu bauen, ist eine für die Insel nicht ungewöhnliche Vorgehensweise, denn die Quadratmeterpreise sind auf Sylt bekanntermaßen so hoch wie nur an wenig anderen Orten Deutschlands. Manche Bauprojekte führen deshalb bis zu 7 Metern in die Tiefe. 

Nicht gesichert ist bislang auch die Zuwegung zu dem geplanten Neubau. 

Auf Wunsch des Investors soll sie über einen schmalen, bislang als Geh-und Radweg eingetragenen Weg erfolgen, der sich im Besitz des Heimatvereins Sölring Foriining befindet. Trotz eines finanziellen Angebotes in sechsstelliger Höhe hat die Sölring Foriining dazu ihre Zustimmung verweigert. Unterstützt wurde sie dabei in ihrer aktuellen Sitzung von den Gemeindevertretern in Wenningstedt, die ihre Zustimmung zum Wegerecht ebenfalls verwehrten. 

Das Archäologische Landesamt des Landes Schleswig-Holstein sowie der zuständige Kreis Nordfriesland schieben hingegen die Zuständigkeiten zwischen Denkmalschutzgesetzgebung und Baugesetzgebung hin und her. Daran hat bislang auch die Zusage der Kultusministerin des Landes Schleswig-Holstein, Karin Prien, nichts ändern können. Sie ließ den Heimatverein schriftlich wissen, dass „alles rechtlich Nötige und Mögliche getan werde, um den Denghoog zu schützen“. 

Pressemitteilung Sölring Foriining